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Ernährung im 1. Lebensjahr
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Häufig gestellte Fragen
Pflege der Brust
Zur Brustpflege während der Stillzeit empfiehlt es sich, die Brust lediglich täglich mit klarem Wasser abzuwaschen. Waschlotionen und Seifen trocknen die Haut nur unnötig aus. Nach dem Stillen ist es gut, die Feuchtigkeit aus Milch und Speichel antrocknen zu lassen, da Muttermilch desinfizierend wirkt. Wenn Sie sich damit wohler fühlen, können Sie Still-BH und Stilleinlagen verwenden, sie sind aber kein Muss. Manchmal fließt am Anfang etwas Milch ungewollt aus der Brust aus. Hier kann der leichte Druck durch die Stilleinlagen bremsend wirken.
Muttermilch auf Vorrat
Wenn Sie stillen und sich einmal eine "Auszeit" - zum Beispiel für einen Kinobesuch - gönnen möchten, können Sie zuvor Milch abpumpen. Der Vater oder eine gute Freundin kann dann dem Kind zu gegebener Zeit die Milch in der Flasche geben. Auch wenn Sie wieder arbeiten gehen, aber keine Möglichkeit haben, Ihr Kind während der Arbeitszeit direkt zu stillen, können Sie die Zeit mit abgepumpter Milch überbrücken. Milchpumpen können Sie in der Regel in allen Apotheken ausleihen oder kaufen. Um die Qualität der Muttermilch zu erhalten, sollten Sie jedoch unbedingt auf diese Punkte achten:
- Füllen Sie die Milch gleich im Anschluss an das Abpumpen in ein sauberes Gefäß und lagern Sie sie am besten im Kühlschrank oder in der Tiefkühltruhe beziehungsweise in einem Tiefkühlfach.
- Im Kühlschrank hält sich Muttermilch bei einer Temperatur von +4 bis 6° Celsius bis zu 72 Stunden.
- Tiefgefroren können Sie die Milch drei bis sechs Monate (bei -18 bis -40° C) lagern. Sie sollte dann aber schonend und langsam (über 24 Stunden) im Kühlschrank oder bei Raumtemperatur aufgetaut werden. Nach dem Öffnen des Gefäßes muss aufgetaute Milch innerhalb von zwölf Stunden verbraucht werden und darf nicht wieder eingefroren werden. Ungeöffnet kann aufgetaute Milch 24 Stunden im Kühlschrank aufbewahrt werden.
- Ohne Kühlung hält sich abgepumpte Milch nur sechs bis acht Stunden und sollte danach umgehend verfüttert werden.
- Die Milch sollte wegen der ungleichmäßigen Erhitzung keinesfalls in der Mikrowelle erwärmt werden. Empfehlenswert ist es, die Milch vor dem Füttern unter fließendem warmem Wasser oder im Flaschenwärmer - möglichst mit Umluft - auf Trinktemperatur zu erwärmen (37° Celsius).
- Einmal aufgewärmte Milch und Reste sollten nicht mehr weiterverwendet werden.
Achten Sie darauf, dass alle Teile der Milchpumpe, die mit Ihrer Brust und Ihrer Muttermilch in Berührung kommen, vor dem Abpumpen abgekocht oder auf andere Weise steril gemacht wurden. Ihre Hände brauchen Sie nicht zu sterilisieren, gründliches Waschen reicht hier.
Säuglingsmilchnahrung aus der Flasche
Fertige Säuglingsmilchnahrung aus dem Handel wird mit einem sehr hohen Hygienestandard hergestellt. Um diesen zu erhalten, beachten Sie bitte für den Umgang mit der Flaschenmilch folgende Hygienehinweise:
- Verwenden Sie nur frisch aus der Leitung entnommenes Trinkwasser und erwärmen Sie es für die Zubereitung der Milch. Wenn Sie für Säuglingsnahrung zugelassenes Mineralwasser verwenden, bewahren Sie die angebrochenen Wasserflaschen im Kühlschrank auf und kochen Sie dann dieses Wasser bei der Weiterverwendung vorher ab.
- Angebrochene Verpackungen des Milchpulvers sollten gut verschlossen und trocken aufbewahrt werden. Das Pulver sollte nicht feucht werden.
- Bei aller Sorgfalt können sich Bakterien in der Milch vermehren. Bereiten Sie deshalb keine Flaschen auf Vorrat zu, sondern immer nur die erforderliche Menge unmittelbar vor der Mahlzeit. Vorher Händewaschen nicht vergessen. Wenn Ihr Kind langsam trinkt, können Sie die Flasche zwischendurch noch einmal aufwärmen.
- Auch für unterwegs sollten Sie fertige Flaschennahrung nicht in Wärmebehältern aufbewahren. Besser ist es, abgekochtes Wasser in einer Thermosflasche und die richtige Pulvermenge in der ausgekochten Flasche separat mitzunehmen.
- Reste von Fertigmilch dürfen nicht wieder verwendet werden und sollten Sie sofort wegschütten.
Reinigen & Co.: Umgang mit der Saugerflasche
Flasche und Sauger sollten nach jedem Gebrauch - ob mit abgepumpter Muttermilch oder Säuglingsmilchnahrung - sorgfältig gereinigt werden.
- Spülen Sie Flasche und Sauger nach der Mahlzeit sofort mit Wasser und Spülmittel aus, damit kein Milchbelag anhaftet, der später nur noch schwer zu entfernen ist. Die Flaschenbürste sollte nur für die Babyflaschen verwendet werden.
- Zum Trocknen stellen Sie die Flaschen mit der Öffnung nach unten auf ein sauberes Tuch.
- Kochen Sie Gummisauger gelegentlich aus, bei Silikonsaugern ist dies nicht erforderlich.
- Zum Aufbewahren decken Sie Flaschen und Sauger am besten mit einem frischen Küchentuch ab.
- Bei Flaschenwärmern mit Wasserbad-Technik das Gerät alle zwölf Stunden reinigen und das Wasser wechseln.
- Vermeiden Sie es, selbst an der Flasche zu trinken, zum Beispiel um die Temperatur zu überprüfen. Hierdurch können Sie Kariesbakterien auf Ihr Kind übertragen - selbst wenn es noch keine Zähne hat.
Fertige Gläschenkost
Die industrielle Herstellung von Gläschenkost unterliegt strengen Hygienevorschriften. Bei der Verwendung sollten Sie folgende Punkte beachten:
- Füttern Sie Ihr Kind nicht direkt mit dem Löffel aus dem Gläschen. Füllen Sie stattdessen eine kleine Menge in eine Schüssel oder auf einen Teller. So vermeiden Sie, dass über den Löffel Keime aus dem Mund Ihres Babys ins Gläschen gelangen und den Breirest verderben. Andernfalls sollten Sie den Rest aus hygienischen Gründen nicht mehr verwenden.
- Nehmen Sie nur die Menge aus dem Glas, von der Sie wissen, dass Ihr Kind sie isst. Den Rest können Sie dann je nach Produkt noch ein bis drei Tage im Kühlschrank aufbewahren und weiter verfüttern. Lesen Sie dazu die Empfehlungen der Hersteller auf dem Gläschen.
- Einmal erhitzte Gläschenkost sollte grundsätzlich nicht aufbewahrt werden. Insbesondere Gläschen, die als Gemüse Spinat enthalten, sollten wegen des hohen Nitratgehaltes von Spinat grundsätzlich nicht noch einmal erwärmt werden. Zum Essen reicht allerdings Zimmertemperatur vollkommen aus, die Breie müssen also nicht unbedingt vorher erwärmt werden.
- Auch für den Löffel gilt: Nicht ablecken, damit Sie keine Kariesbakterien auf Ihr Kind übertragen.
Selbsthergestellte Breinahrung
Wenn Sie die Breimahlzeiten selber kochen, achten Sie darauf, dass alle Küchengeräte sehr sauber und gut abgespült sind. Wenn Sie größere Mengen einer kompletten Breimahlzeit zubereiten, können Sie diese portionsweise einfrieren. Und so wird es gemacht:
- Frieren Sie die Portionen direkt nach dem Pürieren ein, damit sich keine Keime vermehren. Als Gefäße können Sie Gefrierdosen oder saubere Gläschen verwenden.
- Eingefrorene Breie aus eigener Herstellung sind bei -18 ° Celsius bis zu zwei Monate haltbar.
- Wichtig ist, den Brei einzufrieren und erst unmittelbar vor dem Füttern schnell aufzutauen, entweder im Wasserbad oder in der Mikrowelle, um Vitaminverluste zu verhindern.
- Vor dem Füttern müssen Sie den Brei gut durchrühren und seine Temperatur testen. Entnehmen Sie hierzu zum Beispiel mit einem eigenen Löffel eine kleine Portion zum Probieren.
- Wenn Sie die eingefrorenen Gläschen in der Mikrowelle auftauen, müssen Sie besonders vorsichtig sein: Hier wird das Essen ungleichmäßig erhitzt und das Kind könnte sich an besonders heißen Nahrungsteilen verbrühen. Hier muss das Essen also besonders sorgfältig umgerührt und seine Temperatur getestet werden.
- Statt kompletter Mahlzeiten können Sie auch die einzelnen Zutaten wie Gemüse oder Fleisch - zum Beispiel in Eiswürfelschalen - einfrieren und bei Bedarf entnehmen.
- Kartoffeln eignen sich allerdings nicht separat zum Einfrieren, da es hier zu erheblichen Geschmackseinbußen kommt.
- Einmal aufgetaute Breiportionen dürfen nicht erneut erwärmt oder tiefgefroren werden.
Link-Tipps
- "Berufstätigkeit der stillenden Mutter - praktische Aspekte"
- "Sammlung, Aufbewahrung und Umgang mit abgepumpter Muttermilch für das eigene Kind im Krankenhaus und zu Hause" (PDF)
Das Familienhandbuch des Staatsinstituts für Frühpädagogik (IFP) zeigt auf dieser Seite einen Artikel der Frauenärztin Dr. Friederike M. Perl. Sie beschäftigt sich darin mit ganz praktischen Fragen zur Berufstätigkeit stillender Mütter und gibt hierzu wertvolle Tipps zu geeigneten Milchpumpen, Kühlmöglichkeiten am Arbeitsplatz und sinnvoller Strukturierung der Pausen. (Recherchedatum: 09.08.2011)
Es gibt Situationen, in denen der Säugling nicht angelegt werden kann. Dann kann das Abpumpen und Aufbewahren von Muttermilch hilfreich sein. Hinweise dazu gibt dieses Informationsblatt der Nationalen Stillkommission am Bundesinstitut für Risikobewertung. (Recherchedatum: 12.11.2009)

