Statistik

Teilnahme am Früherkennungsprogramm für Kinder

In Deutschland hat jedes Kind Anspruch auf zehn kostenlose Früherkennungsuntersuchungen (U1-U9, J1). Die meisten Eltern nutzen diese Chance für ihr Kind. Bei einigen nimmt die Beteiligung allerdings mit zunehmendem Alter des Kindes ab.

U1 bis U9: Jede Untersuchung ist wichtig

Alle Früherkennungsuntersuchungen sind gleichermaßen wichtig. Denn bei der Fülle an Entwicklungsschritten, die ein Kind meistern muss, kann es immer wieder auch zu Problemen kommen. Dank der Früherkennungsuntersuchungen können Verzögerungen oder Auffälligkeiten in der Entwicklung wie auch Krankheiten frühzeitig erkannt werden. Durch eine rechtzeitige Behandlung im Frühstadium lassen sich viele Krankheiten noch gut heilen. Auch bei Problemen in der Entwicklung lässt sich durch eine rechtzeitige, gezielte Unterstützung des Kindes vieles aufholen, oft weitreichende Folgen können verhindert oder gemildert werden.

Die Mehrzahl der Eltern nutzt diese Chance für ihr Kind. Vor allem die Früherkennungsuntersuchungen in den ersten beiden Lebensjahren nehmen nahezu alle Eltern für ihr Kind in Anspruch, wie die nachfolgende Übersicht aus dem Jahre 2000 zeigt. Mit zunehmendem Alter des Kindes nimmt dann die Teilnahme an den Untersuchungen ab. Dass dies immer noch so ist, bestätigt die erstmals bundesweit durchgeführte "Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland", kurz KiGGS genannt. die 2006 abgeschlossen wurde.

Dabei sind die beiden Untersuchungen U8 und U7 gerade angesichts des bevorstehenden Schuleintritts von Bedeutung. Wenn es irgendwelche Auffälligkeiten in der Entwicklung gibt, zum Beispiel beim Sprechen, können diese oft noch rechtzeitig vor Schulbeginn erfolgreich angegangen werden.

Teilnahme an Maßnahmen zur Früherkennung von Krankheiten im Kindesalter nach Untersuchungsstufen in Deutschland im Jahr 2000

Lebensjahr

Untersuchung

Inanspruchnahme

1. Lebensjahr*

U3 (4.-6. Lebenswoche)

92,6%

U3 (4.-6. Lebenswoche)

92,6%

U4 (3.-4. Lebensmonat)

93,2%

U5 (6-7. Lebensmonat)

93,3%

 

U6 (10.-12. Lebensmonat)

94,7%

2. Lebensjahr

U7 (21.-24. Lebensmonat)

91,2%

4. Lebensjahr

U8 (43.-48. Lebensmonat)

82,6%

6. Lebensjahr

U9 (60.-64. Lebensmonat)

79,1%


* Da die beiden ersten Untersuchungen, U1 und U2, meist in der Geburtsklinik und damit bei nahezu allen Kindern durchgeführt werden, wird hier nur die Teilnahme an den Untersuchungen U3 bis U9 wiedergegeben. Quelle: Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (ZI), Berlin, vorläufiges Ergebnis ZI-eigener Erhebungen; Stand Oktober 2003

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