Impfbereitschaft und Impfskepsis

Impfskepsis

Unkenntnis über die häufgsten Infektionskrankheiten und den Nutzen von Impfungen können Gründe dafür sein, dass einige Eltern Impfungen skeptisch sehen. Manche Eltern sind auch verunsichert oder sie stehen grundsätzlich der modernen Medizin kritisch gegenüber.

Impfstoffe gehören zu den am umfassendsten untersuchten Arzneimitteln

Die Impfstoffforschung wurde in den letzten 20 Jahren enorm weiterentwickelt. Impfstoffe gehören zu den Arzneimitteln, die in Deutschland am besten getestet sind. Mehrere Prüfverfahren sind Voraussetzung dafür, dass ein Impfstoff zugelassen wird. Dieses strenge Zulassungsverfahren garantiert, dass Impfstoffe erst eingesetzt werden, wenn eine größtmögliche Sicherheit gewährleistet werden kann.

Eltern können heute davon ausgehen, dass die verwendeten Impfstoffe sehr sicher und nebenwirkungsarm sind.

Nur eine vollständige Impfung bietet einen sicheren Schutz

Es ist wichtig zu wissen, dass ein sicherer Impfschutz erst dann besteht, wenn alle Teilimpfungen in den vorgegebenen Zeitabständen durchgeführt wurden.

Bei den meisten Säuglingen wird zwar mit einer Grundimmunisierung begonnen, oft werden dann aber die Folgetermine nicht eingehalten. Ein Grund hierfür liegt darin, dass beispielsweise bei einfachen grippalen Infekten die Impfung verschoben wird und sie dann unter Umständen zu spät nachgeholt oder sogar ganz vergessen wird. Hierzu sollten Eltern wissen, dass Kinder mit geringfügigen Infekten, auch wenn sie leichtes Fieber haben, geimpft werden dürfen. Ihr Kinderarzt oder Ihre Kinderärztin kann Sie hierzu beraten.

Einige Eltern glauben, ihr Kind sei durch den sogenannten Nestschutz ausreichend vor Krankheiten geschützt und sie könnten ihr Kind deshalb später impfen lassen. Dieser Schutz des Kindes durch Antikörper der Mutter, die am Ende der Schwangerschaft auf das Kind übertragen werden, baut sich jedoch schon im ersten Lebensjahr ab. Zudem existiert er nur für Erkrankungen, welche die Mutter selbst durchgemacht hat oder gegen die sie geimpft ist. Bei Keuchhusten existiert kein Nestschutz.

Der rechtzeitige Beginn der Grundimmunisierung ist also wichtig, damit vor allem bei gefährdeten Säuglingen und Kleinkindern möglichst früh ein Impfschutz aufgebaut werden kann.

Bei Impfungen muss keine Praxisgebühr gezahlt werden

Wichtig zu wissen ist auch, dass die Kosten für die empfohlenen Impfungen von den Krankenkassen getragen werden und für Kinder und Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr keine Praxisgebühr gezahlt werden muss.

 

 
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