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Die Entwicklung der Zähne beginnt schon während der Schwangerschaft
Bereits in der Frühschwangerschaft, dass heißt zwischen der sechsten und achten Schwangerschaftswoche, entstehen die Keimanlagen für alle Zähne.
Bei der Geburt sind die so genannten Zahnkronen - der später sichtbare Teil der Zähne - schon fertig ausgebildet. Die Wurzelbildung wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen und ist ungefähr im Alter von eineinhalb bis drei Jahren abgeschlossen.
Auch die Entwicklung der bleibenden Zähne beginnt nicht erst kurz bevor sie durchbrechen, sondern bereits in dem Alter, in dem Babys in der Regel zu krabbeln beginnen.
Der Aufbau der Zähne
Jeder Zahn besteht aus drei Teilen: Die Zahnkrone ist jener Teil, der in die Mundhöhle hineinragt und somit zu sehen ist. Die Zahnwurzel ist etwa doppelt so lang wie die Zahnkrone und verankert den Zahn im Kiefer. Zwischen Zahnkrone und Zahnwurzel befindet sich der Zahnhals.
Der Zahn ist in Schichten aus verschiedenen Substanzen aufgebaut:
- Der Zahnschmelz bildet die äußere Schicht des Zahns. Er wird aus Mineralkristallen gebildet und ist die härteste Substanz, die unser Körper bildet. Dementsprechend ist er sehr widerstandsfähig und schützt den Zahn vor schädigenden Einflüssen.
- Unter dem Zahnschmelz liegt das Zahnbein oder Dentin, welches die Markhöhle mit dem Zahnmark (Pulpa) und den Wurzelkanal umschließt. Das Zahnbein ist von feinsten Kanälchen durchzogen, in die Nervenzellen der Markhöhle hineinragen.
- Das Zahnmark füllt die Markhöhle und den Wurzelkanal aus und bildet somit das vom Zahnbein umschlossene Innere des Zahns. Es besteht aus Bindegewebe, das mit Nervenfasern und Blutgefäßen durchzogen ist und den Zahn ernährt. Das Zahnmark ist jener Teil des Zahns, der häufig als "Nerv" bezeichnet wird.
- Die Zahnwurzel ist vom so genannten Wurzelzement umgeben. Dieser enthält Fasern, welche den Zahn über die Wurzelhaut mit dem Knochenfach verbinden.
Zähne haben eine wichtige Aufgabe bei der Zerkleinerung der Nahrung und damit bei der Vorbereitung des Verdauungsvorgangs. Aber auch bei der Entwicklung der Sprache und des Sprechens spielen sie eine wichtige Rolle.
Die ersten Zähne
Die ersten Milchzähne zeigen sich meist im Alter von fünf bis zehn Monaten. Den Anfang machen in der Regel die beiden unteren Schneidezähne. Mit etwa zweieinhalb Jahren ist das Milchzahngebiss mit insgesamt 20 Zähnen vollständig.
Während der Zeit des Zahnens kann das Zahnfleisch etwas gerötet sein. Einige Babys sind auch besonders unruhig oder haben leicht erhöhte Temperatur.
Zähnchen zu bekommen ist aber keine Krankheit. Wenn Ihnen Ihr Baby während des Zahnens krank vorkommt oder zum Beispiel Durchfall oder hohes Fieber vorliegt, hat dies andere Ursachen und sollte beim Kinderarzt oder der Kinderärztin abgeklärt werden.
Schon die Milchzähne brauchen sorgfältige Pflege
Manche Eltern meinen, die Milchzähne müssten noch nicht so gründlich gepflegt werden wie die bleibenden Zähne, weil sie ohnehin ausfallen. Das ist falsch und ein für das Kind oft folgenschwerer Irrtum.
Denn jeder kranke Zahn, und das gilt auch für Milchzähne, bereitet Schmerzen. Milchzähne haben außerdem auch wichtige Aufgaben: Sie sind nicht nur wichtig für die Nahrungsaufnahme, durch das Kauen wird auch die Ausbildung des Kiefers gefördert. Natürlich sind sie auch wichtige Platzhalter für die bleibenden Zähne.
Wenn die Milchzähne Karies haben, besteht außerdem die Gefahr, dass die Kariesbakterien auch auf die bleibenden Zähne übertragen werden.
Die bleibenden Zähne
Ungefähr mit dem Schuleintritt beginnen die Schneidezähne des Milchgebisses auszufallen. Die ersten bleibenden Backenzähne, die so genannten Sechsjahrmolaren, sind um diese Zeit meist schon unbemerkt durchgebrochen.
In der Regel verläuft diese Zeit des Zahnwechsels ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen. Ganz im Gegenteil: Die meisten Kinder präsentieren stolz ihre ausgefallenen Milchzähne und warten gespannt auf die Erfüllung ihrer Wünsche durch die "Zahnfee".
Im Alter von etwa 13 Jahren ist der Durchbruch der bleibenden 28 Zähne abgeschlossen; die vier restlichen Zähne, die so genannten "Weisheitszähne", zeigen sich etwa zum Zeitpunkt der Volljährigkeit; der endgültige Durchbruch kann sich aber noch einige Zeit hinziehen und oft brechen auch nicht alle Weisheitszähne durch.
Literatur & Co.
Link-Tipps
- Kinder- und Jugendärzte im Netz
- Arbeitsgemeinschaft Zahngesundheit - Verbraucher- und Patientenberatung
Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.v. (BVKJ) bietet auf seinen Internetseiten leicht verständliche und alltagsnahe Informationen zu Fragen rund um die Gesundheit und Entwicklung von Säuglingen, Kindern und Jugendlichen. Unter anderem mit Suchmöglichkeit nach Kinder- und Jugendärzten in der Nähe, Kliniken und Rehakliniken. (Recherchedatum: 25.11.2009)
Die Arbeitsgemeinschaft Zahngesundheit beteiligt sich mit dieser Seite an einem bundesweiten, von den gesetzlichen Krankenkassen geförderten Modellversuch zur Verbraucher und Patientenberatung. Neben umfassenden Informationen rund um das Thema Zähne, zur Vorbeugung und richtigen Zahnpflege bietet diese Seite unter anderem auch eine spezielle Kinderseite sowie die Möglichkeit der Zahnarztsuche. (Recherchedatum: 19.11.2009)

