Häufig gestellte Fragen

Mein Sohn (5 Jahre) will ständig am Computer spielen. Kann ich ihm das erlauben? Schließlich lernt er ja auch etwas dabei.

Grundsätzlich gilt, dass für Kinder im Kindergarten- und Vorschulalter in Sachen Spielen der direkte Kontakt zu anderen Menschen und die Erfahrung mit allen Sinnen das Wichtigste sind. Deshalb sollte Ihr Sohn den größten Teil seiner Zeit damit verbringen, nicht mit elektronischen Geräten, sondern mit anderen Kindern, mit Bausteinen, Autos und Puppen, Sand und Stöcken, Decken und Kartons, Wasser und Erde und allerlei anderem zu spielen. Er sollte die Möglichkeit haben, viel an der frischen Luft herumzutoben, zu klettern und zu rennen.

Aber natürlich haben Sie Recht - Ihr Sohn kann auch bei Computerspielen eine Menge lernen. Mit Medien umzugehen und sie sinnvoll zu nutzen, ist eine Kompetenz, die heute sehr wichtig geworden ist. Deshalb sind Fachleute auch der Ansicht, dass man Kindern im Kindergarten- und Vorschulalter den Umgang mit Fernsehen und Computer nicht grundsätzlich verbieten sollte. Wichtig ist aber eine klare Begrenzung der Zeiten, die Ihr Kind am Computer oder am Fernseher verbringt. Für Kinder im Kindergarten- und Vorschulalter wird empfohlen, 30 Minuten pro Tag normalerweise nicht zu überschreiten. Ausnahmen kann es natürlich geben, aber sie sollten nicht zur Regel werden. Außerdem kann Ihr Sohn einen sinnvollen Umgang mit dem Computer nur lernen, wenn Sie ihn dabei begleiten, indem Sie mit ihm gemeinsam altersgerechte Spiele aussuchen und sich mit ihm über das unterhalten, was er da spielt. Bleiben Sie mit Ihrem Kind im Gespräch über das, was es in der Welt der Medien erlebt und schätzt, über seine Vorlieben und seine Medienhelden - und das gilt weit über das Kindergarten- und Vorschulalter hinaus.

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