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Häufig gestellte Fragen
Unser fünf Monate alter Sohn wacht des Öfteren nachts auf und ist selbst durch Herumtragen kaum zu beruhigen. Eine Bekannte meint, wir sollten es einmal mit einem Fön am Bettchen versuchen. Ist das ratsam?
Nein, zu empfehlen ist diese Methode nicht. Erst einmal: kurze Wachphasen in der Nacht sind völlig normal. Im Alter ihres Sohnes haben viele Säuglinge zudem noch Probleme mit dem Durchschlafen. Das kann eine Frage des Temperaments sein, es können aber auch organische Probleme dahinterstecken, zum Beispiel juckende Haut, zu enge Atemwege und vor allem ein Rückfluss von saurem Mageninhalt in die Speiseröhre (Reflux). Gerade bei Letzterem berichten viele Eltern, dass sich das Kind durch irgendwelche vibrierenden Maßnahmen beruhigen lasse: beispielsweise durch Tragen und gleichzeitiges gutes Zureden - hier vor allem durch den Vater wegen der tieferen Stimme (!) - oder durch eine Fahrt mit dem Auto "ums Viereck"; und einige versuchen es, indem sie einen Fön ans Bett montieren. Wahrscheinlich ist die Vibration des Föns für den Beruhigungseffekt verantwortlich. Allerdings ist diese Methode weder ratsam noch empfehlenswert und schadet im Zweifelsfall mehr als es nutzt - man denke nur an den vermutlichen Lärm für die empfindlichen Kinderohren und die mit Elektrogeräten und Kabeln verbundenen Gefahren. Wenn Sie den Eindruck haben, hinter den Schlafproblemen stecke möglicherweise eine organische Ursache, sollten Sie dies durch Ihren Kinderarzt oder Ihre Kinderärztin abklären lassen. Ansonsten raten wir, es bei Herumtragen, beruhigendem Zureden und gegebenenfalls Aufstoßen zu belassen und noch etwas Geduld zu haben.
Weiterführende Links
- Schlaf, Kindlein, schlaf - Tipps und Hilfen für eine ruhige Nacht
- Wenn das Schlafen Probleme bereitet
- Gute Voraussetzungen für den Schlaf Ihres Babys
In jeder Familie geht es anders zu - auch in Sachen Kinderschlaf. Doch bei allen Unterschieden ist eines sicher: Eine ruhige Nacht tut allen gut.
Wenn Kinder abends einfach nicht zur Ruhe kommen, nachts mehrmals aufwachen und nur mit Hilfe der Eltern wieder einschlafen, kann dies schnell die ganze Familie belasten. Aber Schlafprobleme von Kindern muss man nicht "aushalten". Es gibt Hilfen.
Babys brauchen in den ersten Lebensmonaten vor allem die Erfahrung, dass jemand da ist, der ihre Bedürfnisse erkennt und zuverlässig befriedigt. Wenn sie sich geborgen und sicher fühlen, ist dies die beste Voraussetzung, immer leichter in den Schlaf zu finden.

