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Häufig gestellte Fragen
Unsere kleine Tochter ist fünf Monate alt und steckt alles in den Mund. Schadet ihr das nicht?
Nein, ganz im Gegenteil - vorausgesetzt, das Spielzeug oder der Gegenstand ist "babygerecht", also so beschaffen, dass es sich nicht daran verletzen oder gesundheitlichen Schaden nehmen kann.
Für Kinder in diesem Alter ist es die typische - und wichtige - Art und Weise, etwas über die Dinge zu erfahren: Alles, was sie greifen und halten können, erforschen sie ausgiebig mit den Lippen, der Zunge und dem Gaumen. Dabei finden Sie heraus, wie Dinge beschaffen sein können, ob sie weich oder hart sind, wie sie schmecken, wie sie riechen. Lassen Sie Ihr Kind also getrost möglichst viele Gegenstände in den Mund nehmen - das ist seine Art, die Dinge kennen zu lernen. Aber vergewissern Sie sich vorher, dass keine Gefahr davon für Ihr Kind ausgeht:
- Vor allem darf der Gegenstand nicht so klein sein, dass Ihr Kind ihn verschlucken oder in die Lunge einatmen könnte, und er darf auch keine lockeren oder sich möglicherweise lösenden Teile haben.
- Er muss speichelfest sein, das heißt, durch den Speichel dürfen sich keine Farbe oder anderen Stoffe aus dem Gegenstand lösen.
- Und natürlich sollte nichts in Reichweite Ihres Kindes gelangen, das zerbrechlich ist, scharfe oder spitze Kanten hat oder giftig ist. Achten Sie außerdem darauf, dass Ihr Kind im Freien keine Erde oder Sand in den Mund nimmt. Denn da besteht die Gefahr einer Wurminfektion.
Was die hygienische Seite betrifft, sollten Sie sich allerdings keine allzu großen Sorgen machen. Bedenken Sie: Wie soll das Kind seine Welt kennen lernen, wenn es nichts untersuchen darf? Und wie soll sein Immunsystem ausreichend Abwehrstoffe entwickeln, wenn es nicht mit Erregern aus seiner Umwelt in Kontakt kommt?
Weiterführende Links
- Neugier und Erkundungsdrang - "Motor" der Entwicklung
- Die Greifentwicklung des Säuglings
- Wurmerkrankungen
- Fühlen, üben, sehen lassen
- Mobilität und kindliche Neugier in sicherer Umgebung
- Thema Spielzeug für Babys
Kinder sind neugierig und wollen verstehen, wie etwas funktioniert. Beides ist ihnen angeboren.
Innerhalb von zwölf Monaten erwirbt ein Kind zahlreiche Hand- und Fingerfertigkeiten. Dabei macht es gleichzeitig grundlegende Erfahrungen, wie Dinge beschaffen sein können.
Die meisten Wurmerkrankungen sind hierzulande eher harmlos und bei entsprechender Behandlung und sorgfältiger Hygiene schnell wieder überstanden.
Nur durch eigene Erfahrung kann Ihr Kind selbst ein Gefahrenbewusstsein aufbauen. Ein Tipp zur Sicherheitserziehung von Anfang an.
Spätestens im zweiten Lebenshalbjahr, wenn das Kind naturgemäß seinen Aktionsradius erweitert, sollte die Wohnung "kindersicher" gemacht werden.
Jedes Spielzeug, das Ihr Baby in die Hand bekommt, sollte es gefahrlos auf seine Art erforschen können. Und das ist in erster Linie mit dem Mund.

