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Häufig gestellte Fragen
Warum werden bei manchen Halsentzündungen Antibiotika verschrieben und bei anderen nicht?
Nicht alle Halsentzündungen müssen mit Antibiotika behandelt werden. Wenn Viren die Verursacher sind, wie es im Rahmen grippaler Infekte meist der Fall ist, sind Antibiotika nicht sinnvoll, da sie nur gegen Bakterien wirksam sind.
Wenn ihr Kind jedoch im Verlauf einer Halsentzündung plötzlich hohes Fieber entwickelt oder wenn sich auf den Mandeln gelbe Eiterpünktchen zeigen, sollten Sie sofort den Arzt aufsuchen. In diesem Fall besteht die Möglichkeit, dass sich eine bakterielle Angina entwickelt hat, die unbedingt mit Antibiotika behandelt werden muss. Unbehandelt kann diese Erkrankung schwere Folgen, wie beispielsweise Herz-, Nieren- und Gelenkerkrankungen, nach sich ziehen.
Viele Eltern möchten ihre Kinder bei Erkrankungen möglichst mit naturheilkundlichen Mitteln behandeln lassen, um den kindlichen Organismus nicht unnötig zu belasten. In einigen Fällen ist diese Abwägung auch sicher gut und richtig. Dennoch gibt es Erkrankungen, die falsch oder nicht rechtzeitig behandelt eine Vielzahl schwerer Folgeerkrankungen verursachen. Dann besteht meist gar keine andere Wahl mehr, als hochwirksame Medikamente einzusetzen, die unter Umständen sehr schwere Nebenwirkungen haben können. So kann zum Beispiel als Folge einer unbehandelten Streptokokken-Angina ein rheumatisches Fieber auftreten, welches zu dauerhaften Schäden an den Herzklappen führen kann. In diesem Fall wäre eine rechtzeitige Antibiotika-Behandlung sicher das kleinere Übel gewesen.

