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Häufig gestellte Fragen
Wie sinnvoll ist es, auch Jungen und Männer zu impfen?
Zurzeit (2010) gibt es in Deutschland keine offizielle Empfehlung für die HPV-Impfung bei Jungen und Männern. Krebs im Bereich des Penis und des Darmausgangs bei Männern ist viel seltener als der Gebärmutterhalskrebs bei Frauen.
Eine Ausnahme bilden Männer, die Sex mit Männern haben (MSM), mit einer HIV-Infektion. Sie erkranken häufiger an diesen Krebsarten, wobei jedoch nicht bekannt ist, wie oft diese durch eine HPV-Infektion ausgelöst werden. Daher kann nicht beurteilt werden, inwieweit die Impfung von Jungen und Männern dazu beitragen kann, Penis- und Analkrebs bei Männern zu verhindern. Nach einer amerikanischen Studie (2009) verhindert die Vierfach-Impfung bei Männern die Entstehung von Feigwarzen und Zellveränderungen im Bereich von Penis, Damm und After zu ca. 90 Prozent. Vermutlich nutzt die HPV-Impfung vor allem Männern, die Sex mit Männern haben (MSM), denn sie stecken sich häufiger mit HPV an.
Ob oder inwieweit es die Rate der HPV-Infektionen bei Frauen und damit auch die Entstehung von Zellveränderungen des Gebärmutterhalses und möglicherweise Gebärmutterhalskrebs verringert, wenn Jungen und Männer gegen HPV geimpft werden, ist noch unbekannt.

