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Ernährung im 1. Lebensjahr
Basisinformationen
Auf einen Blick
Alltagstipps
Sonstiges
14 Empfehlungen für erfolgreiches Stillen
1.
Die beste Ernährung in den ersten vier bis sechs Monaten ist die Muttermilch.
2.
Voll gestillte Kinder brauchen in dieser Zeit bei normalem Gedeihen keine zusätzliche Nahrung oder Flüssigkeit.
3.
Stillen nach Bedarf sichert am besten die Abstimmung zwischen Milchbildung und Sättigung des Kindes und ist eine gute Basis für die Entwicklung eines individuellen Mutter-Kind-Stillrhythmus. 24-Stunden Rooming-in sollte darum die Regel sein.
4.
Beim Stillen nach Bedarf (anfangs mindestens 6- bis 8-mal/Tag) wird ausreichend Muttermilch für ein oder mehrere Kinder (Mehrlinge) gebildet („Die Nachfrage regelt das Angebot“).
5.
Anfangs sollte das Kind an beiden Brüsten angelegt werden, später entsprechend den Wünschen von Mutter und Kind ein- oder beidseitig.
6.
Richtiges Anlegen (Erfassen auch eines großen Teils des Brustwarzenhofes) und häufiges Anlegen sind die beste Vorbeugung gegen Milchstau, schmerzhafte Brustwarzen und Brustentzündung.
7.
Hungrige Kinder sollten besonders häufig und beidseitig angelegt werden.
8.
Gestillte Kinder sollten höchstens in den ersten Lebenstagen täglich unter gleichen Bedingungen gewogen werden, später wöchentlich oder im Rahmen der Früherkennungsuntersuchungen.
9.
Stillende Mütter brauchen psychische und praktische Unterstützung durch den Vater, Familienangehörige und Freunde.
10.
Stillende Mütter sollen abwechslungsreich und ausgewogen essen und trinken (z.B. ein Glas Flüssigkeit zu jedem Stillen bereitstellen).
11.
Eine notwendige medikamentöse Behandlung der Mutter ist nicht gleichzusetzen mit einer Indikation zur Stillpause oder zum Abstillen. Es gibt meistens einen Weg, ein Medikament zu finden, bei dem weiter gestillt werden kann. In jedem Fall sollte ein Arzt zu Rate gezogen werden.
12.
Gestillte Kinder mit (Brech-)Durchfall werden weiter gestillt. Ein Flüssigkeits-/Elektrolytverlust wird nach ärztlicher Empfehlung durch geeignete Rehydrationslösungen zusätzlich ausgeglichen.
13.
Bei schwerwiegenden Stillproblemen sollte professionelle Hilfe bei Hebammen, Laktationsberater/innen, Kinderkrankenschwestern, Kinderärzten oder Frauenärzten eingeholt werden.
14.
Selbsthilfegruppen stillender Mütter helfen, Probleme zu vermeiden bzw. sie zu lösen. Die Adressen können Sie bei Ihren regionalen Gesundheitsämtern erfragen.
(Quelle: Nationale Stillkommission am BfR, Stillempfehlungen für die Säuglingszeit, Stand 01.09.2005)
Link-Tipps
- "Stillempfehlungen - Infoblätter für Schwangere und Stillende"
- Nationale Stillkommission am BfR
Hier im Internetangebot des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) können Sie die "Stillempfehlungen für die Säuglingszeit" der Nationalen Stillkommission in Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Russisch und Türkisch als PDF herunterladen. (Recherchedatum: 20.06.2010)
Die Nationale Stillkommission informiert auf dieser Seite des Bundesinstituts für Risikobewertung über ihre Aufgaben und Ziele und bietet eine Übersicht über ihre bisher veröffentlichen Dokumente, Empfehlungen, Stellungnahmen und Ratgeber. Die Dokumente können - zum Teil auch in anderen Sprachen wie Russisch, Türkisch oder Italienisch - als PDF-Version gelesen oder direkt heruntergeladen werden. (Recherchedatum: 02.11.2011)

