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Impfen - was ist das eigentlich?
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Impfversuche im alten China
Im alten China war die Pockenerkrankung schon vor Christi Geburt bekannt. Ärzte beobachteten, dass Menschen, die einmal an Pocken erkrankt waren, bei einem späteren Kontakt mit dem Erreger gesund blieben. Bald setzte sich die Erkenntnis durch, dass im Körper bestimmte Abwehrmechanismen stattfinden müssen, die zu einem Schutz vor einer weiteren Erkrankung führen.
Einige Ärzte begannen mit pulverisiertem Schorf aus den Pockenbläschen zu experimentieren. Dieses Pulver wurde in Stoff eingelegt und gesunden Menschen für einige Stunden in die Nase gelegt. Die Methode wurde später dahingehend geändert, dass das Pulver durch Hauteinritzungen in den Körper gebracht wurde.
Erste Impfungen in Europa
Die Frau eines englischen Gesandten, Lady Mary Montagu, brachte diese erste Form einer Impfung 1721 von Konstantinopel nach Europa. Der Vorgang wurde zu dieser Zeit Variolation (Variola = Pocken) genannt. Die Methode konnte sich jedoch nicht durchsetzen, da zu viele Impflinge erkrankten und einige Menschen sogar daran starben.
Erst durch die Versuche von Edward Jenner mit Erregern der weniger gefährlichen Kuhpocken wurde der Grundstein für die Entwicklung aller späteren Impfungen gelegt.
Dank der Impfungen konnten viele Infektionskrankheiten zurückgedrängt und einige sogar ganz ausgerottet werden. So haben internationale Impfprogramme im 20. Jahrhundert dazu geführt, dass die Pocken am 8. Mai 1980 weltweit für ausgerottet erklärt wurden. 1977 kam es zu einem letzten Pockenfall in Somalia. Der Mann hieß Ali Maow Maalin.

