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Manchmal werden Kinder nicht geimpft, weil die Eltern - zuweilen auch Ärzte und Ärztinnen - irrtümlich davon ausgehen, dass bei chronischen Erkrankungen, Allergien, aber auch bei einem einfachen Infekt eine Impfung problematisch sein könnte.
Chronische Erkrankungen und Allergien
Kinder mit chronischen Erkrankungen sind durch schwere Verläufe und Komplikationen der Infektionskrankheiten häufig besonders gefährdet. Für sie ist der Impfschutz deshalb besonders wichtig.
Auch Kinder mit einer allergischen Erkrankung können und sollten wie andere Kinder geimpft werden. Bei bestimmten allergischen Erkrankungen, zum Beispiel einer atopischen Dermatitis (Neurodermitis), empfiehlt sich der Impfschutz sogar besonders: Manche Infektionskrankheiten lösen zusätzlich allergische Schübe aus oder sind gerade für Allergiker gefährlich. Besonders empfohlen wird zum Beispiel die Windpockenimpfung für Kinder, die an Neurodermitis leiden.
Auch bei einer Hühnereiweißallergie besteht mit den heutigen Masern-Mumps-Röteln-Impfstoffen kein höheres Impfrisiko als bei Nicht-Allergikern. In sehr seltenen Ausnahmefällen einer besonders schweren Hühnereiweißallergie sollte unter besonderen Schutzmaßnahmen und anschließender Beobachtung (gegebenenfalls im Krankenhaus) geimpft werden. Die einzige Impfung, bei der mit einer Hühnereiweißallergie Vorsicht geboten ist, ist die Impfung gegen die Grippe (Saisonale Influenza).
Informationen im Internet
Auf die besonderen Fragen zum Impfen von Kindern mit einer akuten oder chronischen Erkrankung kann hier nicht eingegangen werden. Eltern sollten aber immer mit den behandelnden Ärzten oder Ärztinnen die nötigen Impfungen besprechen und abklären. Darüber hinaus findet sich im Internet eine Reihe von fachlich fundierten Informationen, die nützliche Hinweise zum Impfen allgemein und bei bestimmten Vorerkrankungen des Kindes geben können und im Folgenden zusammengestellt sind.
Link-Tipps
- "Hinweise zu Impfungen für Patienten mit Immundefizienz" (PDF)
- "Impfsicherheit heute" (PDF)
- "Impfungen bei Immundefizienz"
- "Impfen schützt"
- "Können Impfungen trotz bestehender anderer Erkrankungen durchgeführt werden?"
- "Verdachtsfälle auf Impfnebenwirkungen"
Die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut gibt in diesem Artikel im Epidemiologischen Bulletin von 2005 Hinweise zur besonderen Impfsituation von Menschen, deren Immunsystem geschwächt ist oder durch Medikamente gedämpft wird. Der Artikel enthält wertvolle Hinweise, richtet sich aber vornehmlich an ein Fachpublikum. (Recherchedatum: 31.08.2011)
Die wissenschaftliche Übersichtsarbeit einer Autorengruppe -veröffentlicht im Deutschen Ärzteblatt (Bundesärztekammer) -nimmt Stellung zu häufigen Vermutungen und impfkritischen Aussagen, darunter zu den Themen: Allergien, Epilepsien und Plötzlicher Säuglingstod. (Recherchedatum: 11.08.2010)
Kann eine Impfung erfolgreich sein, wenn die körpereigenen Abwehrkräfte nicht richtig arbeiten? Dieser und anderen schwierigen Impffragen geht die Stiftung Präventive Pädiatrie nach. Sie richtete 2009 auch die 1. Nationale Impfkonferenz in Deutschland aus. (Recherchedatum: 11.08.2010)
Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) informiert in seinem Internetangebot rund um das Thema Impfen und geht auch auf die Frage ein, was bei akut oder chronisch kranken Kindern beachtet werden sollte. (Recherchedatum: 11.08.2010)
Das Robert Koch-Institut (RKI) informiert auf dieser Seite über Impfungen bei chronischen Erkrankungen und darüber, was bei bestimmten Vorerkrankungen zu beachten ist. (Recherchedatum: 31.08.2011)
Das Paul-Ehrlich-Institut führt seit 2007 eine Datenbank, die detailliert über Verdachtsfälle auf Impfkomplikationen sowie über Verdachtsfälle schwerwiegender Nebenwirkungen nach Impfung informiert. Zusammenfassende Bewertungen der Meldungen seit 2001 werden im Bundesgesundheitsblatt veröffentlicht, das auch auf der Homepage verfügbar ist. (Recherchedatum: 11.08.2010)

