Durch Impfen vermeidbare Infektionskrankheiten

Haemophilus influenzae Typ b (Hib)

Infektionen mit Haemophilus influenzae Typ b, kurz Hib genannt, sind eine bakterielle Erkrankung. Vor allem Kinder bis zum vierten Lebensjahr sind davon betroffen.

Wie wird Hib übertragen und wie verläuft die Erkrankung?

Die Erkrankung hat trotz ihrer Namensähnlichkeit nichts mit den Influenza-Viren zu tun, die Grippe-Infektionen verursachen.

Bevor 1990 die Impfung gegen Hib eingeführt wurde, steckte sich jedes 500. Kind mit dem Erreger an. Weit über die Hälfte aller eitrigen Hirnhautentzündungen im Kindesalter wurden durch diese Bakterien verursacht. Aufgrund der Impfungen gingen die Infektionszahlen auf unter 200 Betroffene pro Jahr zurück.

Die Bakterien werden durch Tröpfcheninfektion, zum Beispiel durch Husten und Niesen, übertragen. Eine Übertragung ist aber auch über Gegenstände möglich.

Eine Infektion mit Hib verursacht Hirnhautentzündung und eine Entzündung des Kehldeckels. Hirnhautentzündungen zeigen sich in hohem Fieber, Erbrechen, Krämpfen und Kopfschmerzen. Kehldeckelentzündungen verursachen ebenfalls hohes Fieber, begleitet von Schluckbeschwerden und Atemnot.

Kann Hib behandelt werden und welche Folgeschäden sind möglich?

Die Erkrankung kann mit Antibiotika behandelt werden. Trotzdem können sich bei beiden Formen innerhalb kürzester Zeit lebensgefährliche Komplikationen entwickeln. Eine Hirnhautentzündung kann zu bleibenden Schäden führen. Durch eine Schwellung des Kehldeckels kann es zu Erstickungsanfällen kommen, die bei jedem vierten betroffenen Kind zum Tod führen.

Wie kann ich mein Kind schützen?

Sie können Ihr Kind mit einer Impfung wirksam vor dieser Erkrankung schützen. Die Impfung besteht aus mehreren Teilimpfungen. Die Grundimmunisierung sollte am Ende des zweiten Lebensmonats beginnen und zwischen dem 11. und vierzehnten Monat abgeschlossen sein.

 
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