Durch Impfen vermeidbare Infektionskrankheiten

Mumps

In Deutschland treten immer wieder Erkrankungswellen mit Mumps auf. Ungefähr ein Drittel aller angesteckten Menschen entwickeln selbst keine Krankheitsanzeichen, können die Erkrankung aber trotzdem weitergeben.

Wie wird Mumps übertragen und wie verläuft die Erkrankung?

Mumps ist eine ansteckende Viruserkrankung. Die Ansteckungsrate ist mit ungefähr 60 Prozent relativ hoch.

Die Mumps-Viren werden durch Tröpfcheninfektion, zum Beispiel durch Husten und Niesen übertragen; in ganz seltenen Fällen ist auch eine Übertragung durch Speichel, der auf Gegenstände gelangt, möglich.

Ungefähr zwei Wochen nach der Ansteckung treten grippeähnliche Symptome, wie beispielsweise Fieber, Husten und Kopfschmerzen auf. Bei 30 bis 40 Prozent der Erkrankten kommt eine ein- oder beidseitige Schwellung der Ohrspeicheldrüse hinzu. Das ist zwar ein typisches Krankheitszeichen für Mumps, tritt aber nur bei einem Teil der Erkrankten auf. Deshalb wird Mumps häufig verkannt und für einen harmlosen Infekt gehalten.

Kann Mumps behandelt werden und welche Folgeschäden können auftreten?

Auch bei Mumps können nur die Symptome, aber nicht die Erkrankung selbst behandelt werden.

Fast zehn Prozent der Erkrankten bekommen in Folge der Infektion eine Hirnhautentzündung. In seltenen Fällen tritt auch eine Bauchspeicheldrüsenentzündung oder eine Entzündung des Hörnervs auf, die zu bleibenden Hörschäden führen kann. Je älter die männlichen Erkrankten sind, desto häufiger sind sie von einer sehr schmerzhaften Hoden- oder Nebenhodenentzündung betroffen. Dies kommt bei ungefähr jedem vierten erkrankten Jugendlichen vor.

Wie kann ich mein Kind schützen?

Sie können ihr Kind wirksam durch eine zweimalige Impfung gegen Mumps schützen. In der Regel wird die Impfung in Kombination mit einer Masern- und Röteln-Impfung gegeben. Die erste Impfung sollte zwischen dem 11. bis 14. Lebensmonat und die Wiederholungsimpfung zwischen dem 15. bis 23. Lebensmonat gegeben werden. Die Impfung ist gut verträglich, nur selten treten Nebenwirkungen auf.

 
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