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Unfälle verhüten im Kleinkindalter (1-3 Jahre)
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Prävention von Kinderunfällen

Das Online-Angebot der BZgA für Fachkräfte. Die Fachdatenbank zur Prävention von Kinderunfällen informiert über Anbieter, Medien, Projekte und Maßnahmen der Prävention von Kinderunfällen in Deutschland. (Recherchedatum: 02.01.2010) mehr
Im Garten können sich Kinder in einem geschützten Raum an der frischen Luft bewegen und austoben. Doch wie eine Wohnung ist auch ein bereits vorhandener Garten meist nicht auf die Bedürfnisse und Sicherheit von Kindern angelegt und erfordert dementsprechend einen prüfenden Blick, ob es zum Beispiel morsche Bäume, Stacheldraht oder gefährliche Ecken und Kanten gibt, und wo Vorsichtsmaßnahmen notwendig sind.
Giftige Pflanzen
So attraktiv manche Pflanzen auch sind, so hochgiftig können ihre Samen, Blüten, Rinden, Nadeln oder Blätter sein. Schon beim Verzehr kleiner Mengen können manche Pflanzenteile lebensbedrohliche Vergiftungen verursachen.
Aus einem Garten mit Kindern sollten giftige Gewächse möglichst verbannt werden. Erst recht gilt das für sehr giftige Pflanzen.
Zu den giftigen Gewächsen gehören beispielsweise:
- Eibe,
- Blauregen,
- Tollkirsche,
- Pfaffenhütchen,
- Goldregen.
Sehr giftige Pflanzen sind unter anderem:
- Rizinus (Christuspalme oder Wunderbaum),
- Eisenhut,
- Schierlingsarten,
- Bilsenkraut,
- Herbstzeitlose,
- Engelstrompete.
Erkundigen Sie sich beim Pflanzen- und Blumenkauf nach deren Giftigkeit. Ausführliche Informationen über giftige Pflanzen finden sich auch im Internet, zum Beispiel in den Internetangeboten der Giftinformationszentralen.
Darüber hinaus sollten Sie Ihr Kleinkind im Garten immer im Auge behalten und es auf kindgerechte Weise lernen lassen, welche Pflanzen giftig sind. Auch in diesem Alter verstehen Kinder schon meist recht schnell, was essbar ist und was nicht.
Wasser im Garten
Selbst flache Wasserzonen können für Kinder zu einer ernsten Gefahr werden. Damit Ihr Kind auch in unbeobachteten Momenten vor dem Ertrinken geschützt ist, sind Sicherheitsvorkehrungen unerlässlich:
- Grenzen Sie Biotope, Gartenteiche und Schwimmbecken mit einem sicheren, mindestens 1,40 m hohen Zaun ab, der nicht erklettert werden kann.
- Verschließen Sie Regentonnen und mit Wasser gefüllte Bottiche kindersicher.
- Lassen Sie Ihr Kleinkind auch im Planschbecken nie ohne Aufsicht.
Gartengeräte sind kein Spielzeug
Vor allem mit Motor betriebene Gartengeräte wie Heckenschere, Baumsäge, Rasenmäher oder Vertikutierer sind hochgefährliche Maschinen. Aber auch an Handgeräten wie Ast- und Blumenscheren, Handsägen und Kantenscheren können sich Kinder ernsthaft verletzen.
- Arbeiten Sie nicht mit Rasenmäher und anderen Motorgeräten, wenn Ihr Kind in der Nähe ist, und halten Sie die Geräte bei Nichtgebrauch immer kindersicher unter Verschluss.
- Lassen Sie Handgeräte wie Blumenschere oder Handsäge nicht frei herumliegen.
- Gehen Sie selbst immer umsichtig und mit gebührender Vorsicht mit den Geräten um.
Durch Ihren sorgfältigen Umgang mit Gartengeräten wird Ihr Kind schnell begreifen, dass diese Dinge kein Spielzeug sind - erst recht, wenn Sie ihm aus sicherer Entfernung einmal demonstrieren, wie die Säge oder Astschere selbst einen dicken Zweig oder Ast durchschneidet.
Worauf sonst noch zu achten ist
- Rüsten Sie Außensteckdosen mit Kindersicherungen aus.
- Bewahren Sie Pflanzenschutz- und Düngemittel, Holzfarben, Lacke, Benzin für den Rasenmäher immer kindersicher unter Verschluss.
- Vergewissern Sie sich, dass Ihr Kind nicht unbemerkt Haus und Garten verlassen kann. Halten Sie Garten- und Haustür verschlossen und kontrollieren Sie auch die Einfriedung auf durchlässige Stellen.
- Sichern Sie eine eventuell vorhandene Kellertreppe mit einem Schutzgitter.
Die wichtigsten Hinweise, wie Sie für Ihr Kind Unfallrisiken im Garten vermeiden, können Sie als "Checkliste Kinderunfälle im Garten verhüten" hier direkt als PDF herunterladen.
Link-Tipps
- "Pflanzen"
- "Giftpflanzen - Beschauen, nicht kauen" (PDF)
- Elternforum Kindersicherheit
Das Giftinformationszentrum der Länder Rheinland-Pfalz und Hessen bietet auf dieser Seite ein umfangreiches Pflanzenverzeichnis mit Abbildungen und ausführlichen Beschreibungen der Pflanzen und ihrer Giftigkeit sowie mit Hinweisen für den Vergiftungsfall. (Recherchedatum: 14.06.2011)
40-seitige Broschüre "Giftpflanzen - Beschauen nicht kauen", herausgegeben vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen. Anhand farbiger Abbildungen und kurzer Beschreibungen lernen Eltern und Kindern, einheimische Giftpflanzen besser zu erkennen. Mit hilfreichen Tipps für den Vergiftungsfall. Die Broschüre kann beim NRW-Broschürenservice als PDF heruntergeladen werden. (Recherchedatum: 25.08.2010)
Im Elternforum der BAG Mehr Sicherheit für Kinder haben Sie die Möglichkeit, mit anderen Eltern Meinungen und Erfahrungen zu Themen der Kindersicherheit auszutauschen und sich mit Fragen gezielt an ein Expertenteam zu wenden. Weitere Angebote sind ein Forum Produktsicherheit, Hinweise und Informationen zu aktuellen Themen der Kindersicherheit, ein Wissenslexikon und vieles mehr. (Recherchedatum: 14.06.2011)

