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Prävention von Kinderunfällen

Das Online-Angebot der BZgA für Fachkräfte. Die Fachdatenbank zur Prävention von Kinderunfällen informiert über Anbieter, Medien, Projekte und Maßnahmen der Prävention von Kinderunfällen in Deutschland. (Recherchedatum: 02.01.2010) mehr
Spielplätze sind wichtige Erfahrungsräume. Hier können Kinder unter kontrollierten Bedingungen ihre Bewegungsfertigkeiten testen und weiterentwickeln und auch den Umgang mit anderen Kindern üben. Vor allem da heutige Wohnungen meist zu klein und der Spielort Straße durch den Verkehr immer enger wird, haben Spielplätze für die motorische Entwicklung eine große Bedeutung.
Spielerisch Grenzen erkunden
Auf dem Spielplatz kann sich Ihr Kind austoben und "sein Maß" an Bewegung bekommen. Vor allem aber hat es an den unterschiedlichen Kletter- und Spielgeräten die Möglichkeit, seine körperlichen Grenzen zu erfahren und durch Ausprobieren seine Bewegungsfertigkeiten zu steigern. Nur so kann es in seinen Bewegungsabläufen sicherer werden und durch Erfahrung der eigenen körperlichen Fähigkeiten ein selbstsicheres Schutzverhalten aufbauen. Hierzu gehört beispielsweise auch, dass es irgendwann beginnt, im Stehen zu schaukeln, von der schwebenden Schaukel abzuspringen oder über die Wippe zu balancieren. Bevor es so weit ist, gelten allerdings einige Sicherheitsregeln für das Kind, die Sie ihm vermitteln sollten.
Sicherheitsregeln an den Spielgeräten
- Nur im Sitzen schaukeln und mit beiden Händen festhalten.
- Nicht von der noch schwingenden Schaukel abspringen.
- Nicht in den Schaukelbereich anderer Kinder laufen.
- Auf Klettergerüsten oder beim Hinaufklettern auf die Rutsche nicht mehrere Sprossen auf einmal nehmen.
- Genügend Sicherheitsabstand beim Rutschen lassen und erst rutschen, wenn unten frei ist.
- Nach der Landung schnell Platz machen und beiseite gehen.
- Nur zu zweit und mit dem Gesicht zueinander wippen und sich gut festhalten.
- Vorsichtig und langsam von der Wippe absteigen und vorher Bescheid sagen.
- Sich nicht verleiten lassen, etwas zu tun, was man noch nicht kann oder nicht will.
- Nie mit Fahrradhelm an den Spiel- und Klettergeräten turnen.
Link-Tipps
- "Was Eltern über die Sicherheit von Kinderspielplätzen wissen sollten"
- "Der Spielplatz-Check. Tipps für Eltern - Sicherheit für Kinder" (PDF)
- "Tabaluga - bundesweit erster integrativer Spielplatz"
Die Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e.V. bietet auf dieser Internetseite ausführliche Informationen zu verschiedenen Aspekten der Sicherheit auf Spielplätzen. Hier finden Sie unter anderem auch detaillierte Hinweise zu den genormten Sicherheitsstandards und Vorgaben für Spielplatzbetreiber. (Recherchedatum: 22.03.2011)
Das 6-seitige Faltblatt "Der Spielplatz-Check. Tipps für Eltern - Sicherheit für Kinder" der BAG Mehr Sicherheit für Kinder e.V. fasst die wichtigsten Sicherheitsaspekte auf Spielplätzen zusammen und enthält eine detaillierte Checkliste für Eltern. (Recherchedatum: 22.03.2011)
Die Kinderhilfestiftung e.V., eine Initiative in der Rhein-Main-Region, berichtet hier beispielhaft vom Aufbau des bundesweit ersten barrierefreien Kinderspielplatzes. Die Gestalter haben mit blinden, körperbehinderten und rollstuhlfahrenden Kindern zusammengearbeitet. Viele neue Wahrnehmungserlebnisse sind entstanden. (Recherchedatum: 19.10.2009)

