Entwicklungsbereiche und Entwicklungsschritte

Auf einen Blick

Etappen in der geistigen Entwicklung

Im Zusammenspiel von Reifung und Erfahrung entwickelt sich das kindliche Denken. Hier die wichtigsten Etappen im Überblick.

Entwicklung des kindlichen Denkens

Alter

"Denkschritte"

0-8 Monate

 

  • Für das Baby existiert nur das, was es unmittelbar sieht und erlebt: Wenn das Stofftier unter die Decke rutscht, ist es weg. Wenn Sie sich unter einem Tuch verstecken, sind Sie nicht mehr da.

 

6-8 Monate

 

  • Das Kind beginnt eine erste Vorstellung von den Dingen zu entwickeln; es ist mehr und mehr in der Lage, alltägliche Gegenstände zu erkennen und zu unterscheiden.

 

8-9 Monate

 

  • Erstes Erinnern: Das Kind kann seine Vorstellung nun schon als Erinnerung kurz abspeichern und begreift allmählich, dass Menschen und Gegenstände auch dann noch da sind, wenn es sie nicht mehr sehen kann.
  • Erste Absichten: Das Kind erfasst, dass etwas Bestimmtes geschieht, wenn es etwas Bestimmtes tut. Es kann nun bereits gezielt Mittel einsetzen, um etwas zu erreichen (bewegt zum Beispiel seinen Arm, und die Rassel in seiner Hand gibt Töne von sich).


12-18 Monate

 

  • Das Kind kann nun einen Gegenstand mit seinen charakteristischen Merkmalen speichern und beginnt ihn gezielt dort zu suchen, wo er versteckt wurde.
  • Es setzt sich mit räumlichen Beziehungen auseinander und ist dabei, seine räumliche Vorstellung zu entwickeln.
  • Das Kind interessiert sich zunehmend für die Funktion von Gegenständen und deren Handhabung. Es ist dabei, eine immer deutlichere Vorstellung von Handlungen zu entwickeln.


18-24 Monate

 

  • Das Kind erkennt, dass Gegenstände gleich oder verschieden sein können, und beginnt, sie nach bestimmten Eigenschaften zu unterscheiden und zu sortieren.
  • Einfache Formen wie Kreise oder Dreiecke können immer sicherer unterschieden und zugeordnet werden.
  • Das Kind hat nun eine stabile innere Vorstellung von Gegenständen und Handlungen entwickelt und prägt sie sich im Spielen immer mehr ein. Wenn etwas nicht vorhanden ist, kann es sich diesen Gegenstand einfach denken oder ein anderer Gegenstand bekommt einfach dessen Bedeutung.
  • Es entwickelt allmählich die Fähigkeit, sich das Ergebnis einer Handlung vorzustellen, ohne dass das praktische Ausprobieren zwingend notwendig wäre.


3. Lebensjahr

 

  • Beginn der "magischen" Jahre. In der Vorstellung des Kindes ist alles möglich, und das, was es sich vorstellt, ist Wirklichkeit.
  • Zusammenhänge von Ursache und Wirkung sind bekannt, beides kann aber noch nicht voneinander unterschieden werden.
  • Je mehr sich das Kind nun sprachlich ausdrücken kann, umso mehr ist es auch in der Lage, Gesetzmäßigkeiten zu erkennen, zu verallgemeinern und zu ordnen.
  • Maße, Symbole und Zeichen werden zunehmend in das kindliche Denken mit einbezogen.
  • Das Kind wird immer unabhängiger von direkter Beobachtung und konkretem Ausprobieren; es beginnt nachzudenken und vorauszuplanen.

"Denkschritte" im Spiel

Im Spiel untersucht, erforscht und erkundet Ihr Kind, wie etwas beschaffen ist, begreift und überprüft Zusammenhänge und verarbeitet seine Eindrücke und Erkenntnisse. Entsprechend dem jeweiligen Entwicklungsstand verändert sich somit auch das kindliche Spielen, sodass sich viele "Denkschritte" Ihres Kindes daran veranschaulichen und nachvollziehen lassen.

Beispiele hierfür finden Sie in den Basisinformationen zur geistigen Entwicklung des Kindes.

 
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