Suche im Portal
Entwicklungsbereiche und Entwicklungsschritte
Basisinformationen
Auf einen Blick
Alltagstipps
Verwandte Themen
Häufig gestellte Fragen
Die Sprechfreude des Baby anregen
Bereits das Baby kann in seiner sprachlichen Entwicklung unterstützt werden, indem seine Freude am Sprechen geweckt wird. Mehr dazu finden Sie in den Alltagstipps "So können Sie die Sprechfreude Ihres Baby anregen" in der Rubrik "Vom Säugling zum Kleinkind: Das 1. Lebensjahr".
Auf die sprachlichen Fähigkeiten des Kindes eingehen
Geben Sie Ihrem Kind möglichst viel Gelegenheit, Sprache mitzuerleben und selbst zu sprechen – im Spiel ebenso wie bei ganz alltäglichen Beschäftigungen.
Wie Sie mit Ihrem Kind sprechen, sollte sich jedoch nicht danach richten, wie es sich selbst sprachlich ausdrückt, sondern seinem Entwicklungsstand und seinem Sprachverständnis angepasst sein:
- Ein langsames, vereinfachtes, sich wiederholendes und ausdrucksstarkes Sprechen entspricht zum Beispiel dem, was Ihr Baby aufnehmen kann.
- Wenn Sie es - zum Beispiel im Spiel - in seiner Babysprache nachahmen, bestätigen Sie Ihrem Kind damit, dass es auf dem richtigen Weg der Sprachentwicklung ist. Im Kleinkindalter sollte jedoch nicht mehr in "Babysprache" mit dem Kind geredet werden.
- Versuchen Sie, auch mit Ihrem Kleinkind so oft wie möglich langsam, deutlich und in möglichst einfachen Worten zu sprechen.
- Drängen Sie Ihr Kind nicht zum Reden, indem Sie zum Beispiel nicht auf seine Mimik oder Gesten reagieren. Gestik und Mimik sind Teil der Verständigung und gehören zur Sprachentwicklung dazu.
- Lassen Sie Ihr Kind auf seine Weise sprechen oder plappern.
- Loben Sie Ihr Kind für das Sprechen, auch wenn es anfangs noch undeutlich klingt.
Dem Kind Gelegenheit zu sprechen geben
Wie jede andere Fähigkeit, möchten Kinder auch ihr sprachliches Können anwenden und nutzen:
- Geben Sie Ihrem Kind ausreichend Gelegenheit, sich sprachlich mitzuteilen und zu unterhalten, unabhängig davon, wie viel es schon spricht.
- Mit Fragen ermuntern und helfen Sie Ihrem Kind, genau zu beobachten und seinen Wortschatz zu erweitern.
- Beantworten Sie Ihrerseits seine oft unermüdlichen Fragen nach dem "Was", "Wie" und "Warum". Es möchte Sie damit nicht "nerven", sondern tatsächlich etwas von Ihnen erfahren und erklärt bekommen.
- Vermeiden Sie jedoch, auf Ihr Kind erklärend "einzureden", vor allem wenn es müde ist oder kein Interesse hat.
- Unterbrechen Sie nicht die Selbstgespräche beim Spielen: Sprechen ist lautes Denken.
Das "Was" wichtiger als das "Wie" nehmen
Kinder erfassen erst nach und nach die Struktur und Regeln der Wortbildung, des Satzbaus und der Grammatik. In bestimmten Stadien sind ungewöhnliche Wortbildungen oder zum Beispiel falsch gebildete Zeitformen deshalb normal. Auch bestimmte Laute oder Lautverbindungen, vor allem "s" und "sch", bereiten Kindern zunächst noch Schwierigkeiten.
- Hören Sie Ihrem Kind aufmerksam und geduldig zu und lassen Sie es immer aussprechen.
- Versuchen Sie zu verstehen, was Ihr Kind Ihnen sagen möchte, und antworten Sie ihm.
- Bestätigen Sie richtig Gesagtes, indem Sie es wiederholen und gebenenfalls durch weitere Informationen ergänzen ("Da kommt der Bus." "Ja, da kommt der Bus, mit dem wir immer zur Oma fahren.")
- Korrigieren Sie nicht Fehler in der Aussprache oder im Satzbau, indem Sie Ihr Kind zum richtigen Nachsprechen auffordern. Gehen Sie vielmehr auf das ein, was Ihr Kind Ihnen sagen möchte, und wiederholen sie "beiläufig" das Gesagte in der richtigen Form.
- Machen Sie sich nicht lustig über ungewöhnliche Wortneuschöpfungen oder wenn Satzbau und Grammatik noch fehlerhaft sind.
- Wenn Ihr Kind stottert - was vor allem im vierten Lebensjahr zeitweilig der Fall sein kann -, versuchen Sie, dies nicht weiter zu beachten und zu kommentieren. Geben Sie ihm Zeit zum Auszusprechen und reden Sie mit ihm dann einfach weiter.
Link-Tipps
- Sprich mit mir!
- "Wie spricht mein Kind?" (PDF)
- "Unterstützung der Sprachentwicklung - Materialien"
- "Wie können Eltern ihren Kindern beim Spracherwerb helfen?"
Der Deutsche Bundesverband für Logopädie e.V. (dbl) informiert mit diesem Internetangebot über die sprachliche Entwicklung von Kindern in den ersten sechs Lebensjahren. Eltern erfahren, wie sie ihr ein- oder mehrsprachig aufwachsendes Kind in seiner sprachlichen Entwicklung unterstützen können und welche Rolle sie selbst dabei spielen. Russisch- und türkischsprachige Eltern finden die Informationen in ihrer Sprache. (Recherchedatum: 31.05.2010)
Das 6-seitige Faltblatt des Deutschen Bundesverbandes für Logopädie e.V. informiert Eltern kurz und übersichtlich über die wesentlichen Etappen der sprachlichen Entwicklung in den ersten vier Lebensjahren. Neben praktischen Tipps zur Unterstützung des Kindes in den einzelnen Altersphasen erhalten Eltern Hinweise, wann Beratung und Hilfe angesagt sind. (Recherchedatum: 19.11.2009)
Der Deutsche Bundesverband für Logopädie e.V. bietet auf dieser Seite Faltblätter für Eltern zur Förderung der kindlichen Sprachentwicklung in den verschiedenen Altersstufen an. Die Materialien in Deutsch, Türkisch und Russisch können als PDF heruntergeladen werden. (Recherchedatum: 19.11.2009)
Christina Buchner, Rektorin einer Grundschule, beschreibt in diesem Beitrag des Familienhandbuchs des Münchner Staatsinstituts für Frühpädagogik (IFP) die Notwendigkeit der frühen sprachlichen Zuwendung und die Bedeutung einer guten Sprachkompetenz. Sie informiert mit anschaulichen Beispielen, wie Eltern ihr Kind von Geburt an in seiner sprachlichen Entwicklung unterstützen können. (Recherchedatum: 09.08.2011)

