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Vom Säugling zum Kleinkind: Das 1. Lebensjahr
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Häufig gestellte Fragen
Lange Zeit waren Experten der Meinung, dass Neugeborene noch nicht hören. Begründet wurde diese Ansicht unter anderem mit einer Unreife des Gehörs und mit Flüssigkeit im Mittelohr. Heute weiß man jedoch, dass ein gesundes Neugeborenes mit einem organisch vollständig ausgebildeten und funktionsbereiten Gehör auf die Welt kommt, Geräusche wahrnimmt und auch schon darauf reagiert.
Nach der Geburt reift das Gehör weiter aus
In den ersten Lebensmonaten und -jahren muss das Hörvermögen noch ausreifen und sich weiter ausbilden. Die hierzu notwendigen Reize erhält das Baby durch die vielfältigen Geräusche, die es in seiner Umgebung wahrnehmen und verarbeiten kann.
Stimmen sind zunächst das liebste Geräusch
In seinen ersten Monaten hört Ihr Baby am liebsten Ihre Stimme und die anderer vertrauter Personen. Es hat Freude daran, wenn Sie mit ihm sprechen, ihm etwas erzählen oder ihm Lieder vorsingen. Damit unterstützen Sie die Entwicklung seines Hörvermögens und wecken gleichzeitig auch seine Freude am Sprechen.
- Bereits das Neugeborene kann die Laute aller menschlichen Sprachen aus dem Fluss der Geräusche "herausfiltern" und zieht sie jedem Geräusch vor.
- Schon bald nach seiner Geburt kann es die Stimme seiner Mutter von anderen unterscheiden.
- Mit zunehmender "Hörerfahrung" verfeinert sich das Gehör zusehends: Schon in den ersten Lebensmonaten erkennt das Baby Unterschiede zwischen einzelnen sprachlichen Lauten.
- Ab etwa drei Monaten erprobt es bereits quietschend, brummend, lachend auf spielerische Weise seine eigene Stimme und "antwortet" auf seine Art im Rede- und Antwortspiel.
Doch auch andere Geräusche, zum Beispiel die Töne aus der Spieluhr, der Klang eines Windspiels oder eine harmonische Musik, können Ihrem Baby gefallen und manche Klänge mag es wahrscheinlich lieber als andere.
Das Hören prüfen und auf die Probe stellen
Seit 1. Januar 2009 wird für alle Neugeborenen das sogenannte Neugeborenen-Hörscreening angeboten. Hierdurch können angeborene bleibende Hörstörungen frühzeitig erkannt und in den meisten Fällen so behandelt werden, dass sich das Kind weitgehend normal entwickeln kann. Eine Hörstörung kann aber auch erst im Laufe der Entwicklung eines Kindes auftreten, zum Beispiel durch eine Infektion. Deshalb ist es auch nach einem unauffälligen Testergebnis wichtig, darauf zu achten, ob Ihr Kind gut hört. Sie selbst können dies zunächst nur daran erkennen, wie es sich bei bestimmten Geräuschen verhält und darauf reagiert. In der Übersicht "So zeigt sich, wie gut Ihr Kind hört" finden Sie einige Hinweise, woran Sie die Hörfähigkeit Ihres Babys "ablesen" können. Wann immer Sie den Verdacht haben, Ihr Baby höre schlecht, sollten Sie dies kinderärztlich abklären lassen. Auch wenn in Ihrer Familie bereits sehr früh Hörstörungen aufgetreten sind, sollten Sie dies Ihrem Kinderarzt oder Ihrer Kinderärztin vorsorglich mitteilen.
Wenn das Kind kaum oder gar nichts hört
In sehr seltenen Fällen ist das Gehör des Neugeborenen so stark geschädigt, dass das Kind kaum oder gar nichts hören kann. Zwar bildet auch ein gehörloses Kind in den ersten Lebensmonaten Laute und plappert. Aber im Gegensatz zum hörenden Kind wird die Lautbildung nach und nach weniger, weil es keine Antwort hört. Gegen Ende des ersten Lebensjahres verstummt es schließlich. Für Eltern ist eine solche Diagnose sehr schmerzvoll und mit vielen Fragen und schwierigen Anforderungen verbunden. Doch auch wenn eine natürliche Entwicklung der Lautsprache nicht möglich ist - auch ein gehörloses Baby kann und möchte sich verständigen und austauschen. Es braucht hierzu besondere Aufmerksamkeit und Förderung. Neben der medizinisch-fachlichen Beratung bieten insbesondere Selbsthilfegruppen und Elternvereinigungen alltagsnahe Hilfe und Information für betroffene Eltern (siehe Link-Tipps).
Link-Tipps
- "Merkblatt: Hörtests bei Neugeborenen und Säuglingen"
- Bundeselternverband gehörloser Kinder e.V.
- "Mein Kind ist hörgeschädigt"(PDF)
- "Mein Kind ist gehörlos - was tun?"
- Gib Zeit
- "Wenn es ein hörgeschädigtes Kind in der Familie gibt ... was nun?"
- Schwangerschaftsverlauf 17. bis 24. Woche
Das Merkblatt von gesundheitsinformation.de beschreibt kurz die Funktionsweise des Gehörs und die Folgen von Hörstörungen bei Neugeborenen. Es stellt die beim Neugeborenen-Hörscreening angewandten Test- und Messmethoden vor und informiert über die Vorteile frühzeitiger Hörtests. (Recherchedatum: 12.11.2009)
Der Bundeselternverband gehörloser Kinder e.V. setzt sich für die Belange gehörloser, hochgradig schwerhöriger und resthöriger Kinder und deren Eltern ein. Das Internetangebot informiert unter anderem über Gehörlosigkeit und Schwerhörigkeit sowie über die verschiedenen Hilfen für Hören und Kommunikation. (Recherchedatum: 20.11.2009)
Das 6-seitige Faltblatt des Bundeselternverbandes gehörloser Kinder vermittelt kurz und übersichtlich, was Eltern zum Leben mit einem gehörlosen oder schwerhörigen Kind wissen sollten und bietet Hinweise für weiterführende Informationen. Als PDF zum Herunterladen. (Recherchedatum: 12.11.2009)
Das Internetangebot des Verlages für Gebärdensprache und Themen der Gehörlosigkeit der Gebärdendolmetscherin Karin Kester bietet in der Rubrik "Elternhilfe" Informationen unter anderem zur Gebärdensprache, zum Laut- und Schriftspracherwerb und zur Förderung gehörloser Kinder. (Recherchedatum: 12.11.2009)
Der Verein zur Förderung der Zweisprachigkeit bei gehörlosen und schwerhörigen Kindern in Nordrhein-Westfalen bietet unter anderem Familien mit einem gehörlosen oder schwerhörigen Kind die Möglichkeit einer Begegnung mit gehörlosen/schwerhörigen Erwachsenen an, stellt Kontakte her und unterstützt Familien beim Aufbau einer Kommunikationsbasis unter Einbeziehung der Gebärdensprache. (Recherchedatum: 25.11.2009)
Beitrag von Gabriele Hollweck, Leiterin der Selbsthilfegruppe Familientreff in München, und Cornelia von Pappenheim, Präsidentin des Bayrischen Interessenverbands zur Anerkennung der Gebärdensprache sowie Pressereferentin des Gehörlosenverbands München und Umland e.V. im Familienhandbuch. Der Artikel informiert unter anderem, worauf Eltern bei Gehörlosigkeit und Hörbehinderung in der Familie/des Kindes achten sollten und wo sie Hilfe und Unterstützung finden. (Recherchedatum: 09.08.2011)
Dieser Artikel von familienplanung.de stellt die kindliche Entwicklung im 5. Schwangerschaftsmonat dar. Neben dem menschlichen Erscheinungsbild und dem Geschlecht entwickeln sich auch das Seh- und das Hörvermögen. Zudem werden nun Bewegungen des Fötus spürbar. (Recherchedatum: 04.11.2009)

