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Auch Schlafen will gelernt sein: Schlaf im 1. Lebensjahr
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Kathrin, 40 Jahre, Mutter von zwei Töchtern (2 ½ und 5 Jahre alt)
"Papa ada! Noni Bett!!!"
Toni ... Also, Toni hat von Anfang an in unserem "Ehebett" geschlafen, da ich sie gestillt habe. Sie kam so zwei-, dreimal nachts und schlief, wenn sie genug getrunken hatte, im Bett wieder ein. Mein Mann zog gleich nach ihrer Geburt in die untere Etage des Etagenbetts unserer älteren Tochter (heute fast sechs Jahre alt). Sie sollte gerade in der Zeit, in der sie in den Kindergarten kam und gerade ein Geschwisterchen bekommen hatte, nicht auch noch alleine schlafen müssen.
Meinem Mann war das gar nicht so unrecht, denn dann konnte er nachts außerdem länger lesen... Mir ging es offen gestanden genauso, da ich dann nicht immer das Gefühl hatte, wir müssten leise sein oder wir könnten ihn stören. Ich hatte einfach den Eindruck, dass diese Lösung für alle stressfreier war. Haken an der Sache war nur: Toni ist jetzt zwei Jahre und sieben Monate alt und wollte bis letzte Woche (eigentlich gerne auch länger!) nachts noch gestillt werden. Ich meinerseits wollte irgendwann nicht mehr so richtig, aber sie "kriegte mich jedes Mal rum" (weil sie halt so süß ist). Mittlerweile murrte mein Mann schon ein bisschen, wenn er von Toni mit einer abweisenden Geste und den Worten "Papa ada!! Noni-Bett!!!" aus dem eigenen Bett vertrieben wurde, und meinte, "das ist doch nicht mehr normal", was auch immer er darunter verstand. Aber obwohl die kleinen Füße nachts manchmal ziemlich wild herumstrampelten, fand ich es dennoch sehr "kuschelig", mit Toni im Bett zu liegen. Sie ist ein ungemein "knuffiges" Kind, und es war schlichtweg schön, vielleicht auch innig.
Nachdem ich sie abgestillt habe, verlangt sie nun stattdessen vehement zu kuscheln. Seit letzter Woche, nach dem Besuch meines Mannes mit den Kindern bei seinen Eltern, schläft Toni nun in dem ihr zugedachten unteren Teil des Etagenbetts. Sie kommt zwar ungefähr jede zweite Nacht zu uns, wenn sie aufwacht und aus welchen Gründen auch immer weint. Dann lässt sie sich aber immer ganz brav zurück in ihr Bett begleiten. Manchmal schlafe ich dort die ganze Nacht (wenn sie merkt, dass ich "abhauen" will), manchmal merkt sie es nicht, dann schlafe ich in meinem Bett weiter.

