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Auch Schlafen will gelernt sein: Schlaf im 1. Lebensjahr
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Maren, 35 Jahre, Mutter einer Tochter (20 Monate alt)
"Sie ist halt eine kleine Schlafmütze."
Bevor meine Tochter Marlene geboren wurde, war meine schönste Vorstellung, dass sie gemütlich bei ihren Eltern im Bett schlafen würde. Nach der Geburt hat sie dies auch zwei wunderschöne Nächte lang getan. Dann wurde sie jedoch in ihre Wiege direkt neben meinem Bett ausquartiert, weil ich - und wie ich glaube auch Marlene - so viel ruhiger schlafen konnte. Tagsüber hat Marlene anfangs fast überall geschlafen: im Tragetuch, im Kinderwagen... Mit ungefähr sieben Monaten hatte sie dann aber schon einen ziemlich klaren Rhythmus, nach dem wir sie sowohl mittags als auch abends immer hinlegen konnten, und ab diesem Zeitpunkt hat sie ihr Schläfchen auch immer in ihrem Bett gehalten. Sie hat sich dort wach ablegen lassen ohne jegliches Geschrei, manchmal sogar ohne ein Liedchen oder eine Geschichte. An diesen Rhythmus haben wir uns in der Regel auch gehalten, sogar wenn wir im Urlaub waren. Wir haben sie eigentlich nie einfach irgendwo unterwegs einschlafen lassen. Bis zu ihrem ersten Geburtstag hat Marlene im Elternschlafzimmer geschlafen, danach ist sie problemlos in ihr Zimmer umgezogen.
Ich denke, es gibt zwei Hauptgründe, warum meine Tochter so gut in ihrem Bett schläft und auch eigentlich nie Einschlafprobleme hat. Erstens fand ich es nicht schön und kuschelig, sie im Elternbett schlafen zu lassen, sondern konnte und kann besser alleine schlafen, und zweitens haben wir sie immer in ihr Bett gelegt und sie kannte nichts anderes. Natürlich gab und gibt es auch Ausnahmen. Wenn es ihr nicht gut geht oder sie einfach mal die Nähe braucht, schläft sie bei Mama und Papa. Heute ist Marlene fast zwei Jahre alt und wir sind etwas lockerer geworden - sie schläft jetzt auch einfach mal unterwegs oder geht später ins Bett. Ansonsten ist sie halt eine kleine Schlafmütze und ich hoffe, es bleibt so unkompliziert.

