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Auch Schlafen will gelernt sein: Schlaf im 1. Lebensjahr
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Simone, 38 Jahre, Mutter von zwei Kindern (eine Tochter und eine Stieftochter, 2 und 12 Jahre alt)
"Ganz nah zum Kuscheln und Stillen."
Unsere Kleine verbringt allen Ratgebern und Vorsätzen zum Trotz seit ihrem ersten Lebenstag einen Teil der Nacht in meinem Bett (in dem manchmal, aber nicht immer, auch ihr Papa schläft). Und das, obwohl ich vor ihrer Geburt geschworen hätte, dass mir das auf gar keinen Fall "in die Tüte" kommt!
Anfangs habe ich Lilli nach dem nächtlichen Stillen, bei dem sie regelmäßig einschlief, immer in ihr Körbchen zurückgelegt. Aber dann habe ich mehr und mehr gemerkt, wie praktisch und wundervoll es ist, sie direkt bei mir schlafen zu lassen und auch zum Stillen gar nicht aufstehen zu müssen. Ich habe ihr also in meinem großen Bett (eigentlich eher eine Matratze) ihre eigene "Ecke" eingerichtet - begrenzt durch ein Stillkissen -, damit sie nicht unter meine Decke rutschte. Ich hatte das Gefühl, dass es so am sichersten für sie ist: ganz nah bei mir und doch in ihrem eigenen Bereich. Und ganz nah zum Kuscheln und Stillen...
Später dann, nach dem Abstillen, legten wir sie abends bei ihrer großen Schwester im Kinderzimmer schlafen. Da wir damals ziemlich beengt wohnten, gab es keine andere Möglichkeit, denn in dem Zimmer, in dem ich schlief, hielten wir uns abends auch auf. Und so kam es dann, dass ich die Kleine nachts, wenn sie aufwachte, zu mir herüberholte, damit die Große nicht vom Schreien der Kleinen aufwachte. Und so ist es dann auch bis heute geblieben, obwohl wir inzwischen ausreichend Platz haben und jedes Familienmitglied über ein eigenes Zimmer verfügt. Lilli (inzwischen zwei Jahre alt) ruft irgendwann in der Nacht nach mir, meist zwischen 2 und 4 Uhr, und dann hole ich sie zu mir herüber und sie verbringt den Rest der Nacht bei mir. Wir finden es beide herrlich so; sie stört mich überhaupt nicht in meinem Schlaf (oder nur ganz selten, wenn sie quer liegt...) und den kurzen nächtlichen Spaziergang absolviere ich im Halbschlaf. Und am schönsten ist das gemeinsame Aufwachen am Morgen.
Irgendwann wird sie ganz sicher von selbst in ihrem Bettchen bleiben. Ich kenne jedenfalls, allen Unkenrufen zum Trotz, keinen Erwachsenen, der noch im Bett seiner Eltern schläft...

