Alltagstipp

Nicht nur im Alter gut - der Schlaf zwischendurch

"Power-Napping" heißt der gute alte Mittagsschlaf heutzutage. Chronisch übermüdete Teenager sollten sich von ihren Großeltern diese Angewohnheit zum "Auftanken" ruhig abschauen.

Power-Napping - Energieschlaf zum Auftanken

Was früher der Mittagsschlaf war und in südeuropäischen Ländern gerne als "Siesta" praktiziert wird, bekommt jetzt als "Power-Napping" einen ganz neuen - modernen - Anklang. Viele amerikanische und zunehmend auch europäische Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern mittlerweile am Arbeitsplatz Möglichkeiten an, um ganz offiziell ein "Nickerchen" zu halten. Die Schlafforschung hat nämlich festgestellt, dass die Menschen um die Mittagszeit herum ein Energietief haben und ein kurzer "Energieschlaf" um diese Zeit die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit am Nachmittag erheblich steigert. Amerikanische Psychologen haben zudem nachgewiesen, dass sich im Kurzschlaf auch Gelerntes festigen kann - eine kurze Schlafpause nach der Schule könnte somit doppelt nützlich sein.

Kurz ist gut - auf keinen Fall zu lange schlafen

In der Regel wird eine Ruhezeit von etwa 20 Minuten empfohlen. Der Schlafforscher Ulrich Rabenschlag weist jedoch darauf hin, dass die optimale Kurzschlafzeit von Mensch zu Mensch unterschiedlich ist. Seiner Erfahrung nach kann sie zwischen vier Minuten und einer Stunde liegen. Wer sich für die Methode des "Napping" interessiert und sie gerne einsetzen möchte, sollte, so seine Empfehlung, so lange herumexperimentieren, bis er die optimale individuelle Kurzschlafzeit gefunden hat. Das ist dann der Fall, wenn sich der Kurzschläfer nach dem Aufwecken durch den Wecker schnell wach fühlt und nicht mehr das Bedürfnis hat weiterzuschlafen.

"Schlaffenster" nutzen - Zeit für Ruhepausen

"Schlaffenster" werden in der Schlafforschung Phasen genannt, in denen man besonders leicht einschlafen kann. Sie sind Teil unseres ganz normalen Biorhythmus.

Solche Schlaffenster treten nicht nur zur Mittagszeit, sondern immer wieder am Tag auf. Schlafforscher empfehlen, zu diesen Zeiten erhöhter Müdigkeit entweder tatsächlich ein "Nickerchen" zu machen, oder zumindest die Aktivität zurückzufahren und Ruhepausen einzulegen. Gerade auch bei Jugendlichen, die oft nachts nicht genügend Schlaf bekommen, ist das eine gute Möglichkeit, tagsüber Energie zu tanken. Auf keinen Fall sollten solche Phasen systematisch mit dem Konsum von Koffein und Zigaretten überbrückt werden.

 
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