Fieber & Co. - häufige Krankheitssymptome im Kindesalter

Rotavirus-Infektion: häufige Ursache für Brechdurchfall bei Kindern

Rotaviren sind hochansteckend. Bei Kindern sind sie die häufigsten Auslöser schwerer Durchfallerkrankungen infolge einer Virusinfektion. Vor allem in der kalten Jahreszeit mehren sich die Erkrankungen.

Vor allem Kinder infizieren sich mit dem Rotavirus

Durch Rotaviren verursachte Durchfallerkrankungen treten vor allem in der kalten Jahreszeit auf. Da sich das kindliche Immunsystem erst noch aufbauen muss, erkranken am häufigsten Kinder im Alter von sechs Monaten bis zwei Jahren.

Die Erkrankung äußert sich durch plötzlich auftretende wässrige Durchfälle und Erbrechen. Starke Bauchschmerzen und Fieber, Husten und Schnupfen kommen bei jedem zweiten erkrankten Kind vor. Meist bestehen die Symptome zwei bis sechs Tage.

Für Säuglinge und Kleinkinder ist Brechdurchfall besonders gefährlich

Besonders für Säuglinge und Kleinkinder kann die Erkrankung gefährlich werden, weil sie durch den Brechdurchfall schnell sehr viel Flüssigkeit verlieren und dadurch die Gefahr der Austrocknung besteht. Typische Anzeichen einer drohenden Austrocknung sind zum Beispiel ein trockener Mund, weiße Haut, Schläfrigkeit und tiefe Atmung durch den Mund.

Im Falle einer Erkrankung ist es deshalb wichtig, den Verlust an Flüssigkeit und Mineralsalzen, den sogenannten Elektrolyten, schnell auszugleichen. Hierzu sollte das Kind viel trinken, am besten immer wieder in kleinen Portionen. Geeignet sind zum Beispiel Tees (Kamille, Pfefferminze und Fenchel, verdünnter schwarzer Tee) mit einem Teelöffel Traubenzucker und etwas Salz pro Tasse.

Grundsätzlich sollte bei Brechdurchfall des Kindes immer die kinderärztliche Praxis aufgesucht werden.

Die wichtigste Vorsorge ist sorgfältige Hygiene

Ansteckungsgefahr besteht während des akuten Krankheitsstadiums und solange das Virus mit dem Stuhl ausgeschieden wird (meist nicht länger als acht Tage).

Die Ansteckung erfolgt vor allem durch Schmierinfektionen, das heißt über die Hände in den Mund. Durch Anfassen von mit Viren verschmutzten Gegenständen und Flächen, wie zum Beispiel Wasserhähne, Türklinken, Spielzeug, Windeln und Ähnlichem. Aber auch durch verschmutzte Lebensmittel sowie verschmutztes Wasser wird das Virus übertragen.

Zur Vorbeugung weiterer Ansteckungen ist deshalb gründliches Händewaschen mit warmem Wasser und Seife oberstes Gebot. Das gilt insbesondere nach jedem Toilettengang, vor der Zubereitung von Mahlzeiten und vor dem Essen. Im Krankheitsfall sollten bei der Beseitigung von Stuhl oder Erbrochenem möglichst Gummihandschuhe und Einwegtücher verwendet und anschließend entsorgt werden, um die Gefahr weiterer Ansteckungen einzudämmen. Alle Familienmitglieder sollten in der Zeit natürlich besonders auf Sauberkeit achten. Die Verwendung von Desinfektionsmitteln wird im Haushalt nicht empfohlen.

Schluckimpfungen gegen Rotaviren

Inzwischen gibt es zwei Schluckimpfstoffe gegen Rotaviren. Je nach Impfstoff sind zwei oder drei Dosen notwendig. Die Impfung kann Säuglingen ab der sechsten Lebenswoche verabreicht werden und sollte nach dem zugelassenen Impfschema vor Vollendung der 24. beziehungsweise 26. Lebenswoche abgeschlossen sein.

Die Schutzimpfung gegen Rotaviren wird von der Ständigen Impfkommission (STIKO) nicht empfohlen. Das heißt, dass die Impfung nicht zu den Regelleistungen der Krankenkassen gehört und Eltern die Kosten in der Regel selbst tragen müssen.

Wie sinnvoll eine solche Impfung ist, hängt vor allem von den persönlichen Gegebenheiten ab. Sie könnte zum Beispiel nützlich sein, wenn das Baby in einer Kindertagesstätte versorgt wird. Da sich die Viren häufig auch in öffentlichen Schwimmbädern ausbreiten, raten manche Kinderärzte und Kinderärztinnen auch dazu, Säuglinge vor dem ersten Babyschwimmen gegen Rotaviren impfen zu lassen.

 
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