Alltagstipps

Immer gut gewickelt

Babys fühlen sie sich in einer frischen Windel besonders wohl. Und natürlich genießen es, wenn sie beim Wickeln gestreichelt werden, sich "unterhalten" und nackt strampeln können.

Die Frage der Windel

Stoffwindeln oder Höschenwindeln? Für welche Windeln Sie sich auch entscheiden – für Ihr Baby müssen sie drei Grundbedingungen erfüllen:

  • Windeln müssen Urin und Stuhl aufnehmen.
  • Sie müssen auslaufsicher sein.
  • Sie müssen der sogenannten Breitwickelmethode entsprechen, das heißt, die natürliche Spreizhaltung der Babybeine fördern, um einem Hüftschaden (Hüftdysplasie) vorzubeugen.

Höschenwindeln

Die heutigen Höschenwindeln werden allen Anforderungen gerecht und bieten außerdem noch Sonderkomfort:

  • Sie saugen den Urin auf und halten ihn im Saugkörper zurück. Hierdurch bleibt die Haut Ihres Babys weitgehend trocken.
  • Wenn Stuhl dazukommt, gibt es so gut wie keine Vermischung mit Urin. Hierdurch vermindert sich die Bildung von Ammoniak aus Harnstoff und Stuhl, der wunde Pos und Windelausschlag verursacht.
  • Höschenwindeln halten außerdem dicht, sodass die Kleidung meist trocken bleibt und Stuhl und unliebsame Keime nicht nach außen dringen.

Wichtig bei Höschenwindeln ist die richtige Größe. Sie müssen sicher sitzen und gut schließen, ohne dass Ihr Baby beim Strampeln eingeengt wird.

Stoffwindeln

Wenn Sie lieber waschbare Stoffwindeln verwenden möchten, brauchen Sie etwa 20 Stück mit Verschluss und Windeleinlagen. Für die Außenverpackung können Sie Windelvlies oder ein kurzes Höschen nehmen.

Wie Sie Ihr Baby richtig breitwickeln und die Tücher zusammenschlagen, lassen Sie sich am besten von einer Kinderkrankenschwester oder einer Hebamme zeigen. Das Windelpaket darf nicht zu locker, aber auch nicht zu fest sitzen.

Zum Waschen kommen die vorher ausgespülten Windeln in den Kochwaschgang (95° Celsius) der Waschmaschine. Desinfektionsmittel brauchen Sie nicht dazuzugeben. Möglicherweise bieten Wäschereien in Ihrer Nähe auch einen Windel-Service an.

Die Umweltfrage

Im Hinblick auf die Umweltbelastung gibt es keine wesentlichen Vor- oder Nachteile zwischen den beiden Methoden. Alle Windelformen haben Auswirkungen auf die Umwelt und den Energieverbrauch. Die sind zwar unterschiedlich, aber insgesamt steht in Sachen Umwelt kein Windelsystem günstiger da.

Der Wickelplatz

Stürze vom Wickeltisch gehören zu den häufigsten Unfällen im Säuglingsalter. Halten Sie deshalb immer alles griffbereit, was Sie zum Wickeln brauchen. Und: Immer eine Hand am Kind. Auch kleine Babys drehen sich manchmal völlig unerwartet. Worauf Sie bei der Einrichtung des Wickelplatzes und beim Wickeln selbst achten sollten, damit Ihrem Kind nichts passiert, finden Sie in der Übersicht "Der Wickelplatz" in der Rubrik "Unfälle verhüten im 1. Lebensjahr".

Tipps zum Wickeln

  • Um Hautentzündungen vorzubeugen, sollten Sie die Windeln so oft wie möglich wechseln. Das heißt anfangs mindestens sieben- bis achtmal täglich und möglichst sofort nach jedem Stuhlgang.
  • Gerade junge Säuglinge machen die Windel häufig während der Mahlzeit voll. Am besten wechseln Sie die Windel deshalb erst nach den Mahlzeiten - es sei denn, sie ist bereits sehr voll.
  • Lassen Sie Ihr Baby nie allein oder in der Obhut eines älteren Geschwisterkindes auf dem Wickeltisch zurück und halten Sie alle Pflegeutensilien außerhalb seiner Reichweite.
  • Nehmen Sie sich genügend Zeit zum Wickeln - Ihr Baby wird es genießen, dabei gestreichelt und liebkost zu werden, nackt strampeln zu können und sich mit Ihnen zu "unterhalten".
  • Bei mehr als 2000 Wickelprozeduren im Jahr muss es sicher manchmal auch schnell gehen. Das ist kein Problem, wenn auch wieder ruhigere Zeiten folgen.
  • Unterwegs ist nahezu jeder Platz zum Windelwechseln gut: auf einer Bank, einem Tisch oder bei wärmerem Wetter auch schon mal auf einer Wiese. Fragen Sie in Gaststätten und anderen öffentlichen Orten nach einem geeigneten Wickelplatz. Die Wickeltasche sollte deshalb immer dabei sein.