Beratung bei frühkindlichen Problemen

Stillen / Ernährung des Kindes

Im Säuglings- und Kleinkindalter kommt es häufig zu Anpassungsproblemen beim Füttern. Meist sind sie vorübergehender Natur. Doch manchmal halten sich Probleme beim Stillen oder Füttern hartnäckig und belasten Eltern und Kind gleichermaßen. In vielen Fällen können die Probleme mit fachkundiger Unterstützung jedoch schon bald behoben werden.

Still- und Fütterprobleme

Muttermilch ist für die ersten Lebensmonate die beste Ernährung für einen Säugling. Doch auch wenn Stillen die "natürlichste Sache der Welt" ist, kann es manchen Müttern Probleme bereiten. Die Einführung von Beikost ist ein weiteres wichtiges Thema, das viele Eltern besonders beschäftigt. Vor allem in den Übergangsphasen, zum Beispiel vom Stillen zur Flaschennahrung, bei der Einführung von Löffelkost mit neuen Geschmacksrichtungen oder beim Übergang zum eigenständigen Essen kann es vorübergehend zu Anpassungsproblemen kommen. Manche Kinder beanspruchen jedoch regelmäßig über die Maßen Zeit beim Füttern, verweigern hartnäckig die Nahrung, sind extrem wählerisch in der Lebensmittelauswahl, haben kaum Appetit oder erbrechen täglich, ohne dass hierfür organische Ursachen vorliegen. Manchmal kommt es auch zu Gedeihstörungen, bei denen das Kind an Gewicht verliert oder nur unzureichend zunimmt und es zu Wachstumsverzögerungen kommen kann. Oft zeigen Kinder mit Fütterproblemen auch Schwierigkeiten beim Schlafen oder schreien besonders viel. Bei diesen so genannten Regulationsstörungen oder bei Still- und Fütterproblemen finden Sie in der kinderärztlichen Praxis Hilfe und Unterstützung. Gegebenenfalls wird Sie Ihr Kinderarzt oder Ihre Kinderärztin auch an spezielle Beratungsstellen für Eltern von Säuglingen und Kleinkindern verweisen. Insbesondere bei Fragen zum Stillen beraten und helfen zum Beispiel auch Hebammen und Laktationsberaterinnen.

Die Ernährung bleibt ein wichtiges Thema

Auch über das Säuglingsalter hinaus bleibt die Ernährung des Kindes ein wichtiges Thema. Dabei geht es nicht nur um das, was gegessen wird. Essen hat immer auch etwas mit dem Familienalltag und dem Miteinander zu tun und kann bei wiederholten Problemen zu einem beherrschenden Thema werden. Dies kann nicht nur das Ernährungsverhalten des Kindes prägen, sondern den gesamten Familienalltag belasten. Bei Problemen mit den Mahlzeiten oder speziellen Fragen zur Ernährung des Kindes, zum Beispiel bei Vorliegen einer Allergie, bieten darauf spezialisierte Ernährungsberatungsstellen Unterstützung an.

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