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Porträt

Lisa Fehrenbach und Dr. Michael Abou-Dakn - zwei ausgewiesene Fachleute
Anlässlich der diesjährigen Weltstillwoche beantworten Lisa Fehrenbach, Beauftragte für Stillen & Ernährung des Deutschen Hebammenverbandes e.V. (DHV), und Dr. Michael Abou-Dakn, Past President der WHO/UNICEF-Initiative "Babyfreundliches Krankenhaus" und unter anderem Mitglied der Nationalen Stillkommission, vom 4. bis 9. Oktober persönlich Ihre Fragen zum Thema Stillen. mehr...
Porträt

Dr. Grit Neisser - eine weitere Expertin
Dr. Grit Neisser ist Gynäkologin in Berlin. Ihre Schwerpunkte sind Pränataldiagnostik, Schwangerschaftsvorsorge und Stillberatung. Zum Auftakt der Weltstillwoche am 28. September 2009 steht sie Ihnen mit Rat und Hilfe zur Verfügung. Sie beantwortet persönlich Ihre Fragen zum Thema "Stillen. Einfach. Gut." mehr...
Ernährung im 1. Lebensjahr
Basisinformationen
Alltagstipps
Verwandte Themen
Rat und Hilfe
Stillen/Ernährung des Kindes
Im Säuglings- und Kleinkindalter kommt es häufig zu Anpassungsproblemen beim Füttern. Meist sind sie vorübergehender Natur. Doch manchmal halten sich Probleme beim Stillen oder Füttern hartnäckig und belasten Eltern und Kind gleichermaßen. In vielen Fällen können die Probleme mit fachkundiger Unterstützung jedoch schon bald behoben werden. ...mehr
Alles zum Thema Chat
Chatprotokoll
Die meisten Mütter möchten stillen. Dennoch hören viele frühzeitig wieder auf, wenn sie bei Stillproblemen nicht weiterwissen. Im Themenchat der BZgA konnten Sie sich am 29.09.2008 von 10.30-12.00 Uhr an zwei ausgewiesene Fachleute wenden. In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Hebammenverband e.V. (BDH) und der WHO/UNICEF-Initiative "Babyfreundliches Krankenhaus".
Vorteile für das Kind …
Stillen bietet die beste Möglichkeit, Ihrem Baby genau das zu geben, was es gut gedeihen lässt und gerade in seinen ersten Lebensmonaten braucht:
- Muttermilch bietet eine maßgeschneiderte Ernährung mit allen Nährstoffen in genau der richtigen Zusammensetzung und Menge, wie sie das Kind braucht.
- Sie ist leicht verdaulich und passt sich ganz von allein den Ernährungsbedürfnissen des Säuglings an.
- Sie versorgt Ihr Kind mit besonderen Abwehr- und Schutzstoffen, die es vor Krankheiten schützen und Allergien vorbeugen.
- Muttermilch ist immer verfügbar, hygienisch einwandfrei und hat immer die richtige Temperatur.
- Aus einer Reihe von Studien geht zudem hervor, dass gestillte Kinder offenbar ein geringeres Risiko haben, übergewichtig zu werden.
- Auch zur Vorbeugung des Plötzlichen Säuglingstodes wird möglichst langes Stillen empfohlen.
Mit dem Stillen bieten Sie Ihrem Kind jedoch noch viel mehr als nur die beste Nahrung: Gerade in den ersten Lebensmonaten, wenn Ihr Kind noch einen besonders engen körperlichen Kontakt zu Ihnen braucht, erfährt es beim Stillen hautnah Ihre Wärme und Nähe. Dieser enge körperliche Kontakt unterstützt das gegenseitige Kennenlernen und hilft Ihnen beiden, rasch miteinander vertraut zu werden und sich immer besser auszutauschen.
… wie für die Mutter
Doch auch für Sie als Mutter ist das Stillen in vielerlei Hinsicht von Vorteil:
- Stillen spart Arbeit und Zeit, kostet nichts und ist umweltfreundlich.
- Stillen macht unabhängig, denn auch unterwegs ist die passende Nahrung für Ihr Baby immer verfügbar.
- Stillen beschleunigt die Rückbildung der Gebärmutter nach der Geburt und verringert den Blutverlust.
- Eine Reihe von Studien deutet darauf hin, dass Stillen die Risiken für bestimmte Krebsarten, wie zum Beispiel Brustkrebs, und das Osteoporoserisiko im Alter senkt.
Stilldauer ist oft zu kurz
Es wird empfohlen, Kinder nach Möglichkeit die ersten sechs Monate ausschließlich zu stillen. Für die Mehrzahl der Säuglinge reicht die Muttermilch in dieser Zeit als Ernährung aus. Auch nach Einführung der Beikost kann und sollte das Kind weiterhin gestillt werden, solange Mutter und Kind dies möchten.
Trotz der nachweislichen Vorteile des Stillens für Mutter und Kinder und trotz der allerbesten Vorsätze hören viele Mütter vorzeitig mit dem ausschließlichen Stillen auf - meist aufgrund von Stillproblemen, aber auch wegen Stress in der Familie oder weil viele Mütter unsicher sind, wie sie das Stillen mit beruflicher Arbeit verbinden können.
Fragen Sie die Expertin oder den Experten
Im Alltag fühlen sich stillende Mütter häufig allein gelassen. Sie sind oft unsicher, ob ihr Kind tatsächlich satt wird, wie sie die Milchbildung aufrechterhalten können, wenn sie beispielsweise durch den Beruf vom Kind getrennt sind, wo sie bei Stillproblemen Rat und Unterstützung finden und vieles mehr. Zusätzlich werden sie in dieser Situation von ihrer Umgebung immer noch häufig eher zum Abstillen denn zum Weiterstillen ermutigt.
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) bietet deshalb in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Hebammenverband e.V. (BDH) und der WHO/UNICEF-Initiative "Babyfreundliches Krankenhaus" einen Chat an zum Thema "Stillen. Einfach. Gut. Und bei Fragen gibt es Rat und Hilfe". Sie konnte hierzu Lisa Fehrenbach, Beauftragte für Stillen & Ernährung des Deutschen Hebammenverbandes, und Dr. Michael Abou-Dakn, Facharzt der Geburtshilfe und Gynäkologie und Vorsitzender der WHO/UNICEF-Initiative sowie Mitglied der Nationalen Stillkommission zur Beantwortung Ihrer Fragen gewinnen.
Der Themenchat findet zum Auftakt der diesjährigen Weltstillwoche am 29.09.2008 von 10.30 bis 12.00 Uhr statt. Zur Teilnahme eingeladen sind insbesondere Mütter und Väter von Säuglingen sowie werdende Eltern, aber auch Großeltern, Fachkräfte und alle Interessierten, die das Stillen zum Vorteil von Mutter und Kind unterstützen möchten.
Chatprotokoll "Stillen"
- Chatprotokoll des Themenchats "Stillen"
Die zahlreichen Fragen in unseremThemenchat zeigen ein großes Interesse am Thema Stillen, aber auch, dass im Stillalltag immer wieder Fragen und Unsicherheiten auftauchen. In dem Chatprotokoll können Sie alle Fragen und die Antworten der Expertinnen Lisa Fehrenbach und Dr. Grit Neisser nachlesen.
Link-Tipps
- Deutscher Hebammenverband e.V. (DHV)
- WHO/UNICEF- Initiative "Babyfreundliches Krankenhaus" (BFHI) e.V.
Internetseite des Deutschen Hebammenverbandes e.V. (DHV), der sich für die Interessen aller im klinischen wie im außerklinischen Bereich tätigen Hebammen einsetzt. In der Rubrik "Elterninformation" finden sich unter anderem hilfreiche Tipps und Hinweise zum Stillen und zur Hebammenhilfe. (Recherchedatum: 21.09.2011)
Die WHO/UNICEF- Initiative "Babyfreundliches Krankenhaus" (BFHI) e.V. informiert auf dieser Seite über die Initiative. In seinem Elternportal wendet es sich mit Themen rund um Geburt und Stillen insbesondere an werdende und junge Eltern. Ein Klinikverzeichnis mit Postleitzahlensuche und ein Veranstaltungskalender mit aktuellen Angeboten in Babyfreundlichen Krankenhäusern runden das Angebot ab. (Recherchedatum: 21.09.2011)

