Verzögerungen in der Entwicklung und Behinderung

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Bei manchen Kindern zeigt sich erst im Verlauf der Entwicklung, dass sie sich insgesamt oder in Teilbereichen anders als andere Kinder entwickeln.

Junge spielt mit Bauklötzen © Getty Images
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Eltern sind Experten in eigener Sache

Jedes Kind ist einzigartig und entwickelt sich in seinem eigenen Tempo. Auch in seiner geistigen Entwicklung geht jedes Kind seinen eigenen Weg. Manche Kinder entwickeln ihre geistigen Fähigkeiten jedoch deutlich langsamer im Vergleich zu Gleichaltrigen oder zeigen in Teilbereichen ausgeprägte Schwächen.

Oft sind es Schwächen oder Störungen in anderen Entwicklungsbereichen - beispielsweise unerkannte Sehschwächen oder Hörstörungen -, die auch die geistige Entwicklung des Kindes beeinträchtigen. Frühzeitiges Erkennen und Behandeln sind deshalb wichtig. Bei manchen Kindern können auch genetische Ursachen oder organisch bedingte Schädigungen des Gehirns vor, während oder nach der Geburt Störungen in der Entwicklung zur Folge haben und die geistige Entwicklung in unterschiedlichem Ausmaß beeinträchtigen.

Angesichts der Vielfalt und Bandbreite der kindlichen Entwicklung ist es für Eltern nicht immer einfach festzustellen, ob sich ihr Kind mehr Zeit lässt als andere Kinder seines Alters, oder ob es in bestimmten Bereichen tatsächlich besondere Anregung und fachliche Unterstützung benötigt. Doch letztlich kennen Eltern ihr Kind am besten und haben meist ein gutes Gespür dafür, wenn mit ihrem Kind etwas nicht stimmt.

Bei Auffälligkeiten ist fachliche Abklärung nötig

Wann immer Sie sich sorgen und den Verdacht haben, die Entwicklung Ihres Kindes verlaufe insgesamt oder in Teilbereichen deutlich anders als bei gleichaltrigen Kindern, sollten Sie dies bei Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin ansprechen und gegebenenfalls fachärztlich genau abklären lassen.

Durch Ihre gezielte Unterstützung, zum Beispiel im Verbund mit Frühförderung, können Sie Verzögerungen und Auffälligkeiten in der Entwicklung Ihres Kindes häufig gut beeinflussen und mögliche weitere Folgen verhindern oder mildern.

Zwischen Bangen und Hoffen

Für Eltern ist die Zeit der Ungewissheit meist das Schlimmste. Wenn sich ihre Vermutung bestätigt, dass sich ihr Kind möglicherweise anders als erhofft weiterentwickeln wird, ist es für viele anfangs ein Schock, der von Trauer und Enttäuschung, aber auch von Sorge und Ängsten für die Zukunft geprägt ist.

Doch gleichzeitig wird es von Eltern häufig auch als erleichternd empfunden, endlich Bescheid zu wissen: So manche Ungereimtheiten und Unsicherheiten, die sie in der Vergangenheit bei der Beobachtung ihres Kindes gemacht hatten, können sie nun besser verstehen und einordnen. Mit der Unterstützung von Fachkräften können sie nun ihrem Kind gezielt die Unterstützung und Hilfestellung geben, die es für seine weitere Entwicklung braucht.