Das Neugeborenen-Hörscreening

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Für alle Neugeborenen wird eine Untersuchung zur Früherkennung von Hörstörungen angeboten, das sogenannte Neugeborenen-Hörscreening.

Hörscreening bei einem Neugeborenen © iStockphoto
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Hörstörungen frühzeitig erkennen und behandeln

Durch das Neugeborenen-Hörscreening sollen angeborene bleibende Hörstörungen frühzeitig erkannt und behandelt werden können. Die Testverfahren sind völlig schmerzfrei für das Kind und können durchgeführt werden, während es schläft. Geprüft wird die Funktion des Innenohrs bzw. ob Nervenimpulse aus dem Innenohr an das Gehirn weitergeleitet und verarbeitet werden.

Vor der Untersuchung erhalten Sie ein Merkblatt mit den wichtigsten Einzelheiten ("Elterninformationen zur Früherkennungsuntersuchung von Hörstörungen bei Neugeborenen") und der Arzt oder die Ärztin bespricht mit Ihnen Ihre Fragen.

Durchführung der Untersuchung

  • Die Untersuchung soll in den ersten drei Lebenstagen in der Geburtsklinik oder in einer ambulanten Praxis durchgeführt werden.
  • Ein auffälliges Ergebnis muss durch einen erneuten Test - möglichst am selben Tag, spätestens bis zur U2 - kontrolliert werden.
  • Wenn der Befund weiterhin auffällig ist, soll bis zur zwölften Lebenswoche das Hörsystem untersucht und die Art der Hörschädigung abgeklärt werden. Dies geschieht durch einen hierfür besonders qualifizierten Arzt/Ärztin (Pädaudiologe/Pädaudiologin). Falls eine Behandlung notwendig ist, sollte diese bis zum Ende des sechsten Lebensmonats eingeleitet werden.

Die Teilnahme an der Untersuchung ist freiwillig. Die Kosten übernehmen die Krankenkassen.

Wenn das Kind zu früh geboren, krank oder mehrfach behindert ist

Bei einem zu früh geborenen Kind sollte sein Hörvermögen spätestens zum Zeitpunkt des errechneten Geburtstermins untersucht werden. Bei einem kranken oder mehrfach behinderten Kind sollte der Hörtest spätestens vor Ende des dritten Lebensmonats erfolgen.

Wenn die Hörfähigkeit eingeschränkt ist

Eine frühe Behandlung und eine gezielte Frühförderung der Hör-Sprachentwicklung, in die Eltern aktiv eingebunden sind, ermöglichen auch dem hörgeschädigten Kind in den meisten Fällen eine normale sprachliche Entwicklung.