Die Termine: beizeiten vereinbaren und einhalten

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Für alle Früherkennungsuntersuchungen sind Zeiträume angegeben, innerhalb derer die Untersuchungen durchgeführt werden sollten. Nutzen Sie sie!

Kalendernotiz zur Vorsorgeuntersuchung © BZgA
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Früherkennung bestimmter Erkrankungen

Die vorgegebenen Termine für die U-Untersuchungen haben ihren guten Grund: Die Früherkennung und rechtzeitige Behandlung mancher Erkrankungen sind nur in einer bestimmten Altersspanne erfolgversprechend. So ist die U3 in der vierten bis sechsten Lebenswoche zum Beispiel wichtig, um eine mögliche Fehlstellung der Hüftgelenke rechtzeitig zu entdecken und zu behandeln.

Orientierung an wichtigen Entwicklungsphasen

Auch was die Entwicklung betrifft, sind die Untersuchungstermine so bestimmt, dass wichtige Entwicklungsschritte beurteilt werden können, die in der Regel in bestimmten Zeitspannen erfolgen. So haben beispielsweise die Früherkennungsuntersuchungen im Kita- und Vorschulalter besondere Bedeutung, weil Ihr Kind gerade in diesem Alter wichtige Entwicklungen durchmacht, zum Beispiel im Sprechen, in seinen motorischen Fähigkeiten und im Umgang mir Gleichaltrigen. Falls es hierbei irgendwelche Auffälligkeiten gibt, bieten die Früherkennungsuntersuchungen die Chance, dass ein Kind frühzeitig unterstützt und gezielt gefördert werden kann, um mögliche Verzögerungen gut zu beeinflussen und oftmals noch rechtzeitig bis zum Schuleintritt aufzuholen. Wenn Sie den Verdacht haben, dass sich Ihr Kind langsamer entwickelt, sprechen Sie Ihre Kinderärztin oder Ihren Kinderarzt unbedingt daraufhin an. Denn Sie als Mutter oder Vater sind es, die Ihr Kind jeden Tag erleben und gut kennen.

Wenn Ihr Kind chronisch krank ist oder eine Behinderung hat

Wenn Ihr Kind eine chronische Erkrankung oder eine Behinderung hat, entwickelt es sich unter Umständen anders als gesunde oder nicht behinderte Kinder. Die Kriterien der Früherkennungsuntersuchungen treffen dann häufig nicht mehr auf die persönliche Entwicklung Ihres Kindes zu. Dennoch sollten Sie diese Untersuchungen mit Ihrem Kind nach Möglichkeit wahrnehmen. Der Arzt oder die Ärztin überprüft, wie sich Ihr Kind entwickelt, und bespricht mit Ihnen die weiteren Therapie- und Fördermaßnahmen. Sie sollten sich nicht verunsichern lassen, wenn Ihr Kind von den Fähigkeiten und Fertigkeiten möglicherweise abweicht, die für eine bestimmte Altersstufe vorgesehen sind. Bei einzelnen Beeinträchtigungen, zum Beispiel Down-Syndrom oder Turner-Syndrom, gibt es auch andere „Vergleichswerte“ für die altersgemäße Entwicklung der Größe und des Gewichts (Wachstumskurven, sogenannte Perzentilenkurven). Zum Teil können diese beispielsweise bei Elternselbsthilfegruppen bezogen werden.

Die Wahl der Arztpraxis

Kinder- und Jugendärzte/-ärztinnen besitzen das erforderliche spezielle Wissen über die körperliche, geistige, seelische und soziale Entwicklung von Säuglingen, Kindern und Jugendlichen und die typischen Erkrankungen im Kindesalter. Sie sind mit vielen Problemen vertraut, die im Alltag mit Kindern auftauchen können, und können Sie entsprechend beraten oder Ihnen qualifizierte Unterstützungsangebote nennen.

Gerade in ländlichen Gebieten gibt es jedoch auch häufig Ärzte und Ärztinnen z. B. der Allgemeinmedizin, die im Rahmen ihrer Weiterbildung pädiatrische Kenntnisse erworben haben und über Erfahrungen mit der Untersuchung von Säuglingen und Kleinkindern verfügen. Hier sind Sie mit Ihrem Kind auch gut aufgehoben. Wichtig ist, dass eine vertrauensvolle Beziehung möglich ist.