Zubereitung von Säuglingsmilch

Säuglingsmilch aus dem Handel ist einfach zuzubereiten. Wichtig ist, dass Sie sich an die Angaben auf der Verpackung halten, vor allem an die Mengenverhältnisse.

Mittel zur Säuglingsmilchzubereitung © Corbis Images
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Die Angaben zur Zubereitung beachten

Auf jeder Packung von Säuglingsmilchnahrung finden Sie genaue Anweisungen für die richtige Zubereitung, die unbedingt zu beachten sind. Vor allem die angegebenen Mengenverhältnisse von Milchpulver und Wasser sollten genau eingehalten werden. Messbecher oder Messlöffel dürfen nicht gehäuft werden. Am besten streichen Sie mit einem Messerrücken darüber.

  • Wenn Sie zu viel Pulver nehmen, ist der Nährstoffanteil zu hoch. Dies kann den Wasserhaushalt und die Nieren des Babys belasten. Außerdem: wenn Sie häufig zu viel zulegen, legt auch Ihr Kind mehr und mehr zu. Es wird überernährt.
  • Nehmen Sie dagegen zu wenig Pulver oder zu viel Wasser, besteht die Gefahr, dass Ihr Kind zu wenig Nahrung erhält.

Frisches Leitungswasser ist in der Regel geeignet

Im Allgemeinen ist das Leitungswasser in Deutschland gut für die Zubereitung von Säuglingsnahrung geeignet und kann hierzu verwendet werden. Im Zweifelsfall können Sie den Nitratgehalt bei dem örtlichen Wasserwerk erfragen.

Beachten Sie die Hinweise zur Hygiene und nehmen Sie zur Zubereitung nur frisch aus der Leitung entnommenes kaltes Fließwasser. Verwenden Sie keine haushaltsüblichen Wasserfilter, da hierdurch die Keimzahl und Konzentration von Fremdstoffen erhöht werden könnten.

  • Lassen Sie das Wasser, das gewöhnlich in der Leitung steht, zuerst kurz ablaufen.
  • Über Nacht abgestandenes Wasser in der Leitung sollten Sie so lange abfließen lassen, bis spürbar kühleres Wasser fließt. Das Ablaufwasser können Sie zum Beispiel zum Blumengießen verwenden.
  • Wasser, das durch Bleileitungen geleitet wurde, darf grundsätzlich nicht für die Ernährung von Säuglingen verwendet werden.
  • Trinkwasser von Hausbrunnen sollte nur nach Prüfung der Wasserqualität verwendet werden.
  • Kupferleitungen sind in der Regel unbedenklich, mit Ausnahme von Fällen, in denen das Wasser einen sehr niedrigen pH-Wert (Säuregehalt) hat. Lassen Sie sich in diesem Fall von Ihrem Kinderarzt oder Ihrer Kinderärztin beraten.
  • In Regionen, in denen Urangehalte deutlich über 10 µg/l bzw. 15 µg/l (WHO-Richtwert) gemessen wurden, sollte Säuglingsnahrung vorsorglich mit abgepackten Wässern zubereitet werden.

Hinweis: Falls Sie Mineralwasser verwenden müssen, weil das Leitungswasser nicht geeignet ist, sollte dies ein „stilles“, das heißt kohlensäurearmes Wasser mit der Aufschrift „geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung“ sein.

Auf die richtige Trinktemperatur achten

Erwärmen Sie das benötigte Wasser immer selbst, und nehmen Sie kein warmes Wasser aus der Leitung. Bei der Zubereitung der Säuglingsmilch sollte das Wasser lauwarm (maximal 40° Celsius) sein. Vorher abgekochtes Wasser muss entsprechend abkühlen. Prüfen Sie die Wärme des Fläschchens, indem Sie es an Ihre Wange oder an die Innenseite Ihres Unterarms halten. Bitte nicht selbst an der Flasche trinken, um die Temperatur zu testen. Hierbei können Sie Kariesbakterien auf das Kind übertragen. (Stand: 17.09.2016)

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