Ansteckungsrisiken mindern – Empfehlungen zur Hygiene

Händewaschen ist nach wie vor eins der wichtigsten Mittel, Infektionsrisiken zu vermindern und im Krankheitsfall weiteren Ansteckungen vorzubeugen.

Die wichtigste Hygieneregel: Händewaschen

Über unsere Hände werden am häufigsten Krankheitserreger übertragen. Denn die Hände kommen ständig mit Gegenständen und anderen Menschen in Berührung und somit auch mit Krankheitserregern, die dann über die Hände leicht auf unsere Schleimhäute von Nase, Mund und Augen gelangen. Gründliches Händewaschen ist deshalb bereits im normalen Alltag die wichtigste Hygieneregel. Und erst recht gilt dies, wenn bestimmte Erkrankungen, wie zum Beispiel Magen-Darm-Infektionen mit Durchfall und Erbrechen oder grippale Infekte, gerade „Hochsaison“ haben oder in der Familie bereits jemand erkrankt ist.

Händewaschen, aber richtig

Zum gründlichen Händewaschen genügen bereits Wasser, Seife und etwa 20 bis 30 Sekunden Zeit:

  • Die Hände unter fließendem Wasser anfeuchten.
  • Die Hände mit Seife einreiben und gründlich reinigen. Vergessen Sie hierbei nicht, auch Handrücken, Daumen, Fingerspitzen und Nägel sowie den Bereich zwischen den Fingern mit einzubeziehen.
  • Anschließend die Seife unter fließendem Wasser sorgfältig abspülen.
  • Mit einem trockenen, sauberen Handtuch abtrocknen.

Zu Hause sollte am besten jeder grundsätzlich sein eigenes Handtuch haben. Erkrankte sollten natürlich immer ihr eigenes Handtuch haben. Auf öffentlichen Toiletten sollten nach Möglichkeit immer nur Seife aus Seifenspendern und Papierhandtücher verwendet werden.

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Ausführliche Hygienetipps und anschauliche Materialien zum Händewaschen, Putzen und mehr finden Sie im Themenportal der BZgA 
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Wann Händewaschen besonders wichtig ist

Vor und nach bestimmten Tätigkeiten ist das Risiko einer Übertragung von Krankheitskeimen besonders hoch. In diesen Fällen ist das Händewaschen deshalb grundsätzlich wie auch im Krankheitsfall besonders wichtig:

  • Vor und während der Zubereitung des Essens,
  • vor dem Essen,
  • bevor Sie Ihrem Kind Nahrung geben,
  • bevor Sie ihrem Kind ein Medikament verabreichen,
  • bevor Sie eine Verletzung versorgen,
  • nach dem Toilettengang oder nachdem Sie Ihrem Kind auf der Toilette geholfen haben,
  • nach dem Wechseln der Windeln,
  • nach der Pflege Ihres kranken Kindes oder eines anderen erkrankten Familienmitglieds,
  • nach dem Naseputzen,
  • nach Kontakt mit Tieren,
  • nachdem Sie von draußen heimgekehrt sind.

Gewöhnen Sie auch Ihr Kind frühzeitig daran, sich in bestimmten Situationen die Hände zu waschen, insbesondere nach dem Toilettengang, vor dem Essen, nachdem es Tiere angefasst hat und wenn es von draußen hereinkommt. Je früher es mit dem Händewaschen in diesen Situationen vertraut wird, umso eher wird es dies für selbstverständlich halten und schon von sich aus tun.

Hygienemaßnahmen im Haushalt

Vor allem Magen-Darm-Infektionen werden häufig durch Schmierinfektionen übertragen, das heißt über Gegenstände, die durch Krankheitserreger verschmutzt sind. Einer weiteren Verbreitung der meist hochansteckenden Viren wie das Rotavirus oder das Norovirus kann deshalb nur durch strikte Hygiene entgegengewirkt werden. Neben der sorgfältigen Händehygiene helfen folgende Maßnahmen, die Ansteckungsgefahr zu verringern:

  • Reinigen Sie regelmäßig Waschbecken und Toilette.
  • Reinigen Sie gründlich alle Gegenstände und Flächen, die durch Stuhl oder Erbrochenes verunreinigt wurden. Benutzen Sie hierbei möglichst Gummihandschuhe.
  • Verwenden Sie zur Reinigung möglichst Einwegtücher und entsorgen Sie diese anschließend.
  • Waschen Sie Leib- und Bettwäsche sowie Handtücher mit einem Vollwaschmittel bei mindestens 60° Celsius.

Grundsätzlich sollten im Haushalt alle Wisch-, Spül- und Küchenhandtücher nach Möglichkeit häufig gewechselt und bei mindestens 60° Celsius gewaschen werden. Nach jedem Gebrauch sollten die Tücher gut getrocknet werden.

Regelmäßiges Lüften

Durch regelmäßiges und richtiges Lüften kann die virushaltige Raumluft ausgetauscht oder zumindest reduziert werden. Insbesondere bei Infektionen, die über die Luft übertragen werden, zum Beispiel bei grippalen Infekten, kann hierdurch die Gefahr einer Ansteckung verringert werden.
Empfohlen wird eine sogenannte Stoßlüftung drei- bis viermal am Tag:

  • Stellen Sie vor dem Lüften die Heizung herunter.
  • Öffnen Sie für einige Minuten alle Fenster ganz weit.

Allerdings sollten Sie hierbei darauf achten, dass Ihr krankes Kind gegebenenfalls warm eingepackt und keiner Zugluft ausgesetzt ist. (Stand: 13.12.2015)

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