Quecksilber und Fischverzehr

Aufgrund der natürlichen Nahrungskette reichert sich in Fisch organisches Quecksilber an. Bei hoher Belastung kann Quecksilber zu Entwicklungstörungen führen.

Quecksilber

Quecksilber gehört zu den Schwermetallen. Es ist das einzige bei Raumtemperatur flüssige Metall. Quecksilber kommt in drei verschiedenen Formen vor:

  • Metallisches oder elementares Quecksilber, wie es zum Beispiel in älteren Fieberthermometern oder - in geringen Mengen - in Energiesparlampen enthalten ist. Auch das für Zahnfüllungen verwendete Amalgam enthält elementares Quecksilber.
  • Anorganische Quecksilbersalze.
  • Organisches Quecksilber, das vor allem über den Verzehr von Fischen in den menschlichen Körper gelangt.

Wie kommt das Quecksilber in die Fische?

Organisches Quecksilber findet sich in Spuren als industrielle Verunreinigung in vielen Gewässern der Erde. Auch Naturereignisse wie Vulkanausbrüche können die Quecksilberkonzentration im Meer erhöhen. Mit der Nahrung nehmen es die Fische auf und speichern das Quecksilber in ihrem Fettgewebe und Organen. Über die Nahrungskette nehmen Raubfische das Quecksilber der pflanzenfressenden Friedfische und kleiner Raubfische auf. Dadurch steigt der Quecksilbergehalt im Fettgewebe der Fische, je räuberischer und älter diese sind.

Gesundheitliche Risiken

Hohe Quecksilberbelastungen, wie sie früher nach Chemieunfällen auftraten, können bei Ungeborenen und Kleinkindern zu Entwicklungsstörungen führen. Zusätzlich fallen Veränderungen in der Aufmerksamkeit, der Gedächtnisleistung und der Sprache auf.

Das in Deutschland übliche Ernährungsverhalten führt aber nicht zu problematischen Quecksilberkonzentrationen.

Quecksilberbelastung durch Fisch vermeiden

Ernährungsfachleute empfehlen, einmal pro Woche Fisch in den Speiseplan zu nehmen. Stillenden wird sogar empfohlen, nach Möglichkeit zweimal wöchentlich Seefisch zu verzehren, davon mindestens einmal fettreichen Fisch wie zum Beispiel Hering, Makrele, Lachs, Sardine.

  • Schwangere und Stillende sollten jedoch keine Raubfische essen. Dazu gehören Thunfisch, Seeteufel, Aal, Schwertfisch und Hai. Die in Deutschland bevorzugt gegessenen Fische Hering, Forelle, Seelachs und Karpfen sind unbedenklich.
  • Die in Babynahrung verwendeten Fischsorten sind keine Raubfische und daher ebenfalls unbedenklich.

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