Thema Umwelt und Gesundheit

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Umwelteinflüsse spielen für die Gesundheit eine zentrale Rolle. Daher hat die Bundesregierung schon 1999 das Aktionsprogramm Umwelt und Gesundheit (APUG) initiiert.

Wiese vor rauchendem Kühlturm © Corbis Images
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In ihrer Entwicklung sind Kinder besonders empfindlich. Für Schadstoffe und schädliche Umwelteinflüsse sind sie viel störanfälliger als Erwachsene. Dies gilt bereits während der Schwangerschaft für das ungeborene Kind wie auch insbesondere für die ersten Lebensmonate und Lebensjahre, in denen intensive Entwicklungs- und Lernprozesse stattfinden. Als besondere Risikogruppe für umweltbedingte Erkrankungen stehen Kinder im Mittelpunkt bundesweiter Aktionen und Programme zum Thema Umwelt und Gesundheit.

Aktionsprogramm Umwelt und Gesundheit (APUG)

Um die Bevölkerung, insbesondere die Kinder vor gesundheitlichen Risiken durch Umwelteinflüsse und Schadstoffe schützen zu können, wurde 1999 das Aktionsprogramm Umwelt und Gesundheit (APUG) ins Leben gerufen. Beteiligt waren zunächst das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) und das Bundesministerium für Gesundheit (BMG). Seit 2002 wirkt auch das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) mit. Beteiligt sind zudem das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), das Robert Koch-Institut (RKI) und das Umweltbundesamt (UBA), in dem auch die Geschäftsstelle angesiedelt ist.

Das Aktionsprogramm bildet die Grundlage für eine umfassende Auseinandersetzung mit gesundheitlichen Folgen von Umwelteinwirkungen auf den Menschen und beinhaltet die hierzu notwendigen Strategien, Maßnahmen und Ziele.

Schwerpunktthema Kinder

Kinder und Jugendliche bilden einen Schwerpunkt des Aktionsprogramms. Es fördert unter anderem Forschungsprojekte zum Zusammenhang zwischen Umwelteinflüssen und Gesundheitsbeeinträchtigung bei Kindern, aus denen dann entsprechende Empfehlungen abgeleitet und formuliert werden können.
Beispielhafte Themen sind

  • Schadstoffbelastung und die Empfindlichkeit gegenüber Schadstoffen bei Kindern und Jugendlichen, 
  • die chemische und biologische Belastung von Innenräumen – unter anderem auch durch Tabakrauch -, 
  • Lärm - insbesondere auch Freizeitlärm - und seine gesundheitlichen Folgen.  Informationen, Projekte und Veröffentlichungen zu diesen und anderen Themen im Schwerpunktthema "Kinder – Umwelt und Gesundheit" finden sich im Internetangebot des APUG (siehe Linktipps).

Kinder-Umwelt-Survey (KUS) des Umweltbundesamtes

Im Rahmen des Aktionsprogramms wurde im Auftrag des Umweltbundesamtes durch das Robert Koch-Institut im Zuge des Kinder- und Jugendgesundheitssurveys (KiGGS) von Mai 2003 bis Mai 2006 auch eine Studie zur Umweltbelastung von Kindern in Deutschland durchgeführt. Dieser spezielle Kinder-Umwelt-Survey (KUS) untersuchte vorrangig folgende Zusammenhänge:

  • Hörschäden, Stress und Schlafstörungen durch Lärm 
  • Sensibilisierung gegenüber Innenraumallergenen (Schimmelpilzsporen, Exkremente von Hausstaubmilben und an Tierhaaren anhaftende Allergene),
  • Kontaktallergien durch Nickel, Chrom und Duftstoffe,
  • Reizungen der Augen und des Atemtraktes durch flüchtige organische Verbindungen.

Umfangreiche Materialien mit Auswertungsergebnissen im Einzelnen sowie Veröffentlichungen zur Studiendurchführung können auf der Internetseite des Umweltbundesamtes heruntergeladen werden (siehe Linktipps).

Die zentralen Ergebnisse des Kinder- und Jugendgesundheitssurveys (KiGGS) und daraus abgeleitete Empfehlungen für effektive Maßnahmen zur Verbesserung der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland sind in einer gemeinsamen Veröffentlichung des Robert Koch-Instituts und der BZgA enthalten. Einen großen Raum nehmen darin die Ergebnisse des Kinder-Umwelt-Surveys und daraus abgeleitete Handlungsbedarfe / -empfehlungen ein. Zu den Themen gehören unter anderem Passivrauchen, Lärm, Kontaktallergie, Schimmelpilze. Die 178 Seiten starke Broschüre "Erkennen – Bewerten – Handeln" steht in unserem Internetangebot als Download zur Verfügung (siehe rechts unter Downloads).

Kinder, Umwelt und Gesundheit auf kindergesundheit-info.de

Wo kommt Formaldehyd vor und was bewirkt ist? Ist Bisphenol A in Babyflaschen und Schnullern für das Baby gesundheitsschädlich? Worauf muss man bei Wasser für Säuglingsmilch achten? Wie gefährlich ist Schimmelpilz und wann macht Lärm krank? Gefährden Handys und Bildschirmstrahlung die Gesundheit?

Diese und andere Fragen zu möglichen gesundheitlichen Risiken durch Stoffe und Umwelteinflüsse begegnen Eltern häufig im Alltag mit ihren Kindern. Wir haben jene Umweltthemen aufgegriffen, die für die Gesundheit von Kindern bedeutsam sind und Eltern deshalb besonders interessieren. In Zusammenarbeit mit der Kinderumwelt gGmbH des Dachverbandes der Kinder- und Jugendärzte (DAKJ) wurden die Informationen großenteils in Anlehnung an das Informationsangebot zu Allergie, Umwelt und Gesundheit ALLUM der Kinderumwelt gGmbH ausgearbeitet. Sie zeigen unter anderem auf, in welchen Bereichen des täglichen Lebens bestimmte chemische Substanzen, mögliche Schadstoffe und Umwelteinflüsse auftreten können, welche Wirkungen auf die Gesundheit möglich sind und wie Eltern sich und ihre Familie davor schützen können.