Niederfrequente elektrische und magnetische Felder

0-6 Jahre

In jedem Haushalt, im Industrie und Verkehr werden Geräte mit Strom betrieben. Viele Eltern beunruhigt die immer wieder aufflammende Diskussion über „Elektrosmog“.

Das elektrische Feld

Elektrische Ladungen üben Kräfte aufeinander aus. Zwischen den Polen baut sich ein elektrisches Feld auf. Man unterscheidet zwischen elektrischen Gleich- und Wechselfeldern.

Die meisten elektrischen Geräte nutzen Wechselstrom. Wechselstrom ändert die Ladung seiner Pole in regelmäßiger Wiederholung. Die Frequenz, gemessen in Hertz (Hz), gibt an, wie oft sich das Feld in einer Sekunde auf und abbaut.

Das magnetische Feld

Ein Magnetfeld entsteht sowohl um einen permanenten Magneten als auch um stromdurchflossene Leiter. Auch hier unterscheiden Fachleute zwischen Gleichfeldern (Stabmagnet, Magnetfeld der Erde) und Wechselfeldern (Stromleitungen). Die meisten Lebewesen, mit Ausnahme einiger Fisch- und Vogelarten, können Magnetfelder nicht wahrnehmen.

„Elektrosmog“

Der Begriff Elektrosmog ist sehr irreführend: Das Kunstwort „Smog“ setzt sich aus den englischen Wörtern smoke (Rauch) und fog (Nebel) zusammen. Der wissenschaftlich nicht gebräuchliche Begriff „Elektrosmog“ meint das mutmaßlich schädliche, übermäßige Auftreten künstlicher elektrischer, magnetischer und elektromagnetischer Felder. Tatsächlich ist die Freisetzung niederfrequenter und hochfrequenter elektromagnetischer Felder genau geregelt, und bei Einhaltung der Grenzwerte ist der Schutz vor nachgewiesenen gesundheitlichen Risiken durch hochfrequente und niederfrequente Felder gegeben.

Mögliche gesundheitliche Wirkungen

  • Der elektrische Anteil niederfrequenter Felder wird aufgrund der guten Leitfähigkeit des menschlichen Körpers stark abgeschwächt. Gesundheitliche Folgen sind nicht zu erwarten.
  • Das Magnetfeld niederfrequenter Felder dringt tief in den Körper ein. Falls bestimmte Schwellenwerte überschritten würden, könnte das zu Reizungen an Muskeln und Nerven führen. Eine solche Situation kommt aber praktisch nicht vor.
  • Die Grenzwerte für niederfrequente Felder werden im normalen Alltag immer eingehalten. Oft liegt man weit darunter.
  • Bei Einhaltung der Grenzwerte ist nach derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnissen eine Gesundheitsgefährdung ausgeschlossen.

Manche Menschen klagen trotzdem über gesundheitliche Probleme. Hierzu sind viele wissenschaftliche Untersuchungen durchgeführt worden. Alle seriösen Studien konnten keinen Zusammenhang zwischen den als Elektrosensitivität bezeichneten Beschwerden und niederfrequenten Feldern feststellen.

In einigen epidemiologischen Studien zeigte sich allerdings, dass Kinder, die in der Nähe von Hochspannungsleitungen oder mit nicht sachgerecht verlegten Hausstrominstallationen aufwuchsen, geringfügig öfter an einer (akuten lymphatischen) Leukämie erkrankten als andere Kinder. Nach Berechnungen der Fachleute macht das weniger als ein Prozent aller Leukämiefälle in Deutschland aus. Der Wirkmechanismus, wie eine Leukämie durch magnetische niederfrequente Felder entstehen könnte, ist bisher unklar.

Das können Sie selbst tun

  • Schalten Sie alle Geräte, die Sie gerade nicht benötigen, nicht in den Stand-by-Modus, sondern vollständig aus.
  • Bringen Sie bei einem Neu- oder Umbau den Sicherungskasten in einem selten benutzten Raum wie Flur, Abstellkammer oder Keller unter.
  • Verlegen Sie möglichst kurze elektrische Leitungen.
  • Der Einbau von Fehlerstrom-Schutzschaltern (sogenannten FI-Schaltern) kann sinnvoll sein.
  • Verwenden Sie eher Akku-betriebene Geräte, statt solche, die ein (niederfrequent strahlendes) Netzteil benötigen.
  • Achten Sie, gerade nachts (wegen der Dauer), auf ausreichenden Abstand zu aktiven elektrischen Geräten wie Wecker, Babyfon, Musikanlage etc.

Linktipps

Statische und niederfrequente elektrische und magnetische Felder
Themenseite bfs.de BfS 30.08.2018

Ausführliche Erklärungen und Informationen zu niederfrequenten elektrischen und magnetischen Feldern, u. a. Anwendung und Vorkommen, Wirkungen, Schutz.

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