Formaldehyd

Eine wesentliche Formaldehydquelle ist Tabakrauch. Auch Möbel können Formaldehyd ausgasen. Eine hohe Konzentration in der Luft reizt die Schleimhäute.

Vorkommen

Formaldehyd ist ein wichtiger Rohstoff in der Kunstharzindustrie. Er dient unter anderem als Bindemittel in Spanplatten. Viele Möbel bestehen heute aus Spanholz, da es wesentlich billiger ist als Echtholz. Daher kann es vorkommen, dass Möbel aus Spanplatten Formaldehyd ausdünsten. Auch einige Holzpuzzle aus Spanholz können sehr geringe Mengen Formaldehyd freigeben. Spanplatten sind meistens mit einer Kunststoff- oder Holzschicht überzogen. Manchmal können Sie die Späne an unbeschichteten Seiten erkennen.
Als weitere Quellen kommen Teppichböden, knitterfreie Kleidung und in seltenen Fällen Kosmetika in Frage. Tendenziell verwendet die Industrie immer weniger Formaldehyd.

In Raucherhaushalten stammt das meiste Formaldehyd in Wohnräumen aus Tabakrauch.

Mögliche Gesundheitsrisiken

  • Formaldehyd kann die Schleimhäute von Augen, Nase und Rachen reizen
  • Eine erhöhte Konzentration kann zu Atemproblemen, Übelkeit und Kopfschmerzen führen. Die Symptome verschwinden, sobald sich kein Formaldehyd mehr in der Raumluft befindet.
  • Wenn Formaldehyd über Kleidung oder Kosmetika mit der Haut in Berührung kommt, kann es eine Kontaktallergie auslösen. Die Haut juckt, ist gerötet und schwillt an.
  • Bei dauerhafter Belastung mit extrem hohen Konzentrationen kann Formaldehyd Krebs auslösen.

Raumluftmessung

In den Apotheken sind Tests erhältlich, mit denen Sie die ungefähre Konzentration von Formaldehyd messen können. Die Tests sind gut geeignet, um zum Beispiel die Konzentration in Möbeln aus Spanplatten zu messen und auf diese Weise stark belastete Möbel zu identifizieren.

Belastungen durch Formaldehyd vorbeugen

Sollten Sie festgestellt haben, dass Ihre Möbel Formaldehyd ausdünsten, ist es am besten, die belasteten Möbel zu entfernen. Wenn das nicht möglich ist, können Sie offenes Spanholz mit Lacken oder Folien abdichten.

  • Kaufen Sie kein Holzspielzeug, an dem offener Span sichtbar ist.
  • Lüften Sie dreimal täglich mit Stoßlüften die Wohnung, das heißt, mit weit geöffneten Fenstern und Türen.
  • Waschen Sie neue Kleidung grundsätzlich vor dem ersten Tragen. Neigt Ihr Kind zu sogenannten Kontaktallergien, sollten Sie auf knitterfreie bzw. bügelfreie Kleidung verzichten
  • Halten Sie die gesamte Wohnung rauchfrei. Abgesehen vom Formaldehydgehalt ist Tabakrauch für Kinder grundsätzlich gesundheitsschädlich.

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