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Durch Impfen vermeidbare Infektionskrankheiten
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Kinder und Erwachsene können sich immer noch anstecken
Viele – vor allem jüngere – Menschen wissen nicht mehr aus eigenem Erleben, dass Infektionskrankheiten keineswegs harmlose "Kinderkrankheiten" sind. Auch wie schnell und flächendeckend sich diese Infektionskrankheiten vor allem unter ungeschützten Kindern verbreiten können, ist vielen nicht mehr bewusst. Denn dank der Impfungen sind diese schweren Infektionskrankheiten heutzutage in Europa selten geworden.
Dennoch gibt es diese Erreger noch immer. Kinder wie auch Erwachsene, die nicht geimpft sind, können sich immer noch mit den Erregern dieser Krankheiten anstecken und diese dann auch auf weitere ungeschützte Personen übertragen.
Infektionskrankheiten ziehen nicht selten Folgeerkrankungen nach sich
Keuchhusten, Mumps und andere Krankheiten können vor allem im Säuglingsalter Folgeerkrankungen nach sich ziehen.
So entwickelt sich bei 25 Prozent aller Kinder unter sechs Monaten in Folge eines Keuchhustens eine Lungenentzündung. Ungefähr ein Prozent der betroffenen Kinder stirbt aufgrund eines Atemstillstandes.
Auch Masern sind bei weitem nicht so harmlos, wie sie manchmal dargestellt werden. Komplikationen wie Mittelohrentzündungen und Lungenentzündungen kommen hier relativ häufig vor. Eine besonders gefürchtete Komplikation ist die Entzündung des Gehirns. Ungefähr ein Drittel der hiervon betroffenen Kinder leidet ein Leben lang unter den Folgeschäden der Erkrankung und jedes fünfte Kind verstirbt daran.
Fast aus dem Bewusstsein verschwunden: Diphtherie und Kinderlähmung
Erkrankungen wie Diphtherie und Kinderlähmung kommen in Deutschland nicht mehr oder nur noch sehr selten vor.
Aber noch unsere Eltern und Großeltern haben Krankheiten wie Diphtherie und Kinderlähmung erlebt. Beide Krankheiten waren wegen der hohen Komplikationsraten sehr gefürchtet. Noch 1961 erkrankten in Deutschland 4600 Menschen an Kinderlähmung. Ein großer Teil der Erkrankten behielt Lähmungen zurück und 300 Menschen starben an der Erkrankung. Die Diphtherie stellte vor allem für Kleinkinder eine Bedrohung dar. Fast jedes fünfte Kind starb daran.
Dank der heutigen hohen Impfraten kommt Diphtherie in Deutschland nur noch ganz vereinzelt vor. Die Kinderlähmung gilt europaweit als ausgerottet.

