Das besondere Unfallrisiko von Kindern - Entwicklungsaspekte

Prävention von Kinderunfällen

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Das Online-Angebot der BZgA für Fachkräfte. Die Fachdatenbank zur Prävention von Kinderunfällen informiert über Anbieter, Medien, Projekte und Maßnahmen der Prävention von Kinderunfällen in Deutschland. (Recherchedatum: 02.01.2010) mehr

Statistik

Unfälle im Kindesalter - Ergebnisse der KiGGS-Studie

Unfälle gehören zu den höchsten Gesundheitsrisiken im Kindesalter. Aktuelle Studienergebnisse bestätigen dies.

Zwischen 2003 und 2006 hat das Robert Koch-Institut, Berlin, eine bundesweite Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen (0 bis 17 Jahre) in Deutschland durchgeführt. Hierbei wurden unter anderem auch Daten zum Unfallgeschehen bei ein- bis unter 18-Jährigen erhoben. Ausgewählte Ergebnisse sind nachfolgend zusammengefasst.

Unfallhäufigkeit

  • 15,2 Prozent der ein- bis unter 18-jährigen Kinder und Jugendlichen hatten in den zurückliegenden zwölf Monaten vor der Befragung einen Unfall erlitten.
  • 13,3 Prozent der verletzten Kinder und Jugendlichen mussten im Krankenhaus behandelt werden. Die höchste stationäre Behandlungsrate lag bei Kleinkindern (1-4 Jahre).

Unfallorte

  • Bei den Kleinkindern hatten sich 60 Prozent der Unfälle zu Hause, einschließlich der näheren Wohnumgebung (Garten, Hof), 19 Prozent bei Spiel-, Sport und Freizeitaktivitäten ereignet
  • Der dritthäufigste Unfallort im Kleinkind-, Kindergarten- und Vorschulalter sind Betreuungseinrichtungen.

Unfallarten

  • Mit einem Anteil von 60,4 Prozent sind Sturzunfälle bei den Ein- bis unter 18-Jährigen insgesamt der am häufigsten genannte Unfallmechanismus.
  • Im Kleinkindalter (1-4 Jahre) lag der Anteil der Sturzunfälle an allen Unfällen mit 35,8 Prozent am höchsten.
  • Am häufigsten waren in dieser Altersgruppe Stürze von der Treppe (10,4 Prozent) und Stürze von Spielgeräten (7,7 Prozent).

(Quelle: H. Kahl, R. Dortschy, G. Ellsäßer, Verletzungen bei Kindern und Jugendlichen (1–17 Jahre) und Umsetzung von persönlichen Schutzmaßnahmen, Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz 2007, 50:718-727)

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