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Ausgeschlafen lernt es sich besser: Schlaf im Grundschulalter
Basisinformationen
Auf einen Blick
Alltagstipps
Schlaf lässt Erlebtes verarbeiten
Die Schlafforschung ist sich heute sicher, dass wir im Schlaf unsere Tageserlebnisse verarbeiten. Experimente haben gezeigt, dass insbesondere in der ersten Nachthälfte das am Tag Erlebte häufig in den Träumen wieder auftaucht.
Schlaf macht geistig fit
Dass man sich nach einer zu kurzen Nacht nicht gut konzentrieren kann, ständig etwas vergisst, Flüchtigkeitsfehler macht und nicht richtig bei der Sache bleiben kann - wer kennt das nicht? Auch bei Kindern und Jugendlichen sind Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren oder aufmerksam zu sein, oft eine Folge von Schlafmangel. Und Studien haben gezeigt, dass schon eine Stunde Schlaf mehr oder weniger einen erheblichen Einfluss auf die Leistungsfähigkeit von Kindern hat.
Schlaf hilft lernen
Die Schlafforschung geht heute davon aus, dass das Schlafen eine wichtige Bedeutung für das Lernen und die Gedächtnisfunktionen hat. Vieles von dem, was wir tagsüber sehen, hören oder lernen wird im Schlaf nochmals ausgewertet und sortiert, weiterverarbeitet und "gespeichert". Auch neue Fähigkeiten, wie zum Beispiel Bewegungsabläufe beim Radfahren, werden auf diese Weise verinnerlicht und gefestigt.
Für diese Vorgänge sind unterschiedliche Schlafstadien wichtig. So haben Untersuchungen gezeigt, dass bei der Verarbeitung von neuem Wissen vor allem die Tiefschlafphasen beteiligt sind, während für das "Speichern" von Fähigkeiten wie das Radfahren wahrscheinlich der traumreiche REM-Schlaf von Bedeutung ist (REM = rapid eye movement; diese Schlafphase zeichnet sich durch schnelle Bewegungen der Augen aus). Wenn nun der Schlaf in bestimmten Schlafstadien oder in deren Abfolge gestört ist, kann hierdurch das Lernen erschwert oder beeinträchtigt werden.
Schlaf mindert das Risiko von Verhaltensauffälligkeiten
Aus der groß angelegten Studie zum Thema Kinderschlaf, "Gesunder Schlaf für Kölner Kinder", geht hervor, dass Kinder, die unter Schlafstörungen leiden, sehr viel häufiger Verhaltensauffälligkeiten zeigen als gut schlafende Kinder. Interessant dabei ist, dass diese Kinder nicht unbedingt dadurch auffallen, dass sie tagsüber einen besonders müden Eindruck machen. Sie sind im Gegenteil oft besonders unruhig und überaktiv. Hyperaktivität sowie Verhaltensstörungen im Umgang mit Gleichaltrigen kommen bei Kindern mit Schlafstörungen deutlich häufiger vor als bei ihren gut schlafenden Altersgenossen. Kinder mit Schlafstörungen haben außerdem deutlich häufiger tagsüber mit emotionalen Problemen, Ängsten oder Niedergeschlagenheit zu kämpfen.
Schlaf lässt wachsen
Ausreichend Schlaf ist wichtig, um gesund zu bleiben. Wenn Kinder und Jugendliche Probleme mit dem Schlafen haben, kann das zu organischen Schäden führen. So kann sich Schlafmangel zum Beispiel auf das Wachstum auswirken, denn vor allem in der Pubertät wird das Wachstumshormon Somatropin am stärksten im Schlaf ausgeschüttet.
Schlaf hilft den Abwehrkräften
Die Wissenschaft hat nachgewiesen, dass ein regelmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus positive Auswirkungen auf das Immunsystem des Körpers hat. Wenn ein Kind über längere Zeit an Schlafmangel leidet, kann das dazu führen, dass es gegenüber Infekten anfälliger ist.

