Kinder in einer Welt der Medien

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Die modernen Medien sind überall. Sie lassen sich aus dem Leben unserer Kinder nicht wegdenken. Umso wichtiger ist es, dass Kinder lernen, sinnvoll damit umzugehen.

Junge mit Kopfhörer auf Sofa © Corbis Images
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Moderne Medien als ständige Alltagsbegleiter

Im Laufe der letzten Jahrzehnte haben Fernsehen, Video, Computer, Internet, Mobiltelefon, Spielkonsolen, Radio und Musikplayer das Leben der Menschen entscheidend verändert. Sie sind zu unseren ständigen Begleitern geworden. In fast allen deutschen Haushalten steht heute ein Fernsehgerät, in über 80 Prozent aller Haushalte mit Kindern und Jugendlichen gehört ein Computer zur Ausstattung und auch die Zahl der Internetzugänge nimmt seit Jahren stetig zu.

Über moderne Medien beziehen wir einen Großteil der Informationen, die wir benötigen - oder auch nicht. Auch der Austausch zwischen Menschen findet mittlerweile häufig über moderne Medien statt - über E-Mails, Chats, sogenannte soziale Netzwerke oder Internetforen.

Moderne Medien sind für uns Arbeitsinstrument und Spielzeug. Sie bieten uns Wissen und Zerstreuung. Das, was wir in den Medien sehen und erleben, hat aber auch Einfluss auf unser Denken und unsere Gefühle, auf unsere Einstellungen, Wünsche und Bedürfnisse.

Kinder wachsen mit Medien auf

Auch im Alltagsleben von Kindern sind Medien selbstverständlich. Dabei geht es nicht nur um den Fernseher und Computer zu Hause, auch in ihrem weiteren Umfeld kommen Kinder ständig mit medialen Angeboten in Kontakt - vom Gameboy eines (vielleicht älteren) Freundes über das Handy des Onkels bis hin zur digitalen Werbetafel in der U-Bahn.

Da Kinder heute unweigerlich in einer Welt der Medien aufwachsen, die noch dazu für sie spannend und faszinierend ist, sollten sie gut "gewappnet" sein für das, was über die Medien auf sie einströmt. Sie sollten sinnvoll mit Medien umgehen können. Kinder in der Welt der Medien so zu begleiten und zu unterstützen, dass sie die notwendige "Medienkompetenz" entwickeln, ist deshalb zu einer wichtigen Aufgabe von Erziehung geworden.

"Medienkindheit" gestern und heute

Viele Väter und Mütter von heute sind in Sachen Medien noch unter ganz anderen Bedingungen aufgewachsen als ihre Kinder. Die modernen Medien, wie sie heute den Alltag prägen, spielten in der Kindheit der Eltern bei weitem noch keine so große Rolle. So wundert es nicht, dass Eltern der Medienbegeisterung ihrer Kinder manchmal etwas befremdet oder hilflos gegenüberstehen.

Skepsis und Vorsicht gegenüber dem, was durch die Medien auf Kinder einströmt, sind sicherlich angebracht. Aber ebenso wichtig ist es, dass sich Eltern für die medialen Interessen ihres Kindes interessieren und entdecken, was Medien Kindern an Positivem und Sinnvollem zu bieten haben. Nur dann können Eltern ihr Kind beim Umgang mit Medien tatsächlich mit ihrem Rat begleiten und sinnvolle Regeln im Umgang mit den Medien finden.