Das besondere Unfallrisiko von Kindern - Entwicklungsaspekte

Prävention von Kinderunfällen

Webbanner BZgA Kindersicherheit. Foto: Fotolia

Das Online-Angebot der BZgA für Fachkräfte. Die Fachdatenbank zur Prävention von Kinderunfällen informiert über Anbieter, Medien, Projekte und Maßnahmen der Prävention von Kinderunfällen in Deutschland. (Recherchedatum: 02.01.2010) mehr

Auf einen Blick

Entwicklung von Gefahrenbewusstsein und sicherem Verhalten

Erst im Verlauf ihrer Entwicklung sind Kinder in der Lage, ein Bewusstsein für Gefahren entwickeln.

Die kindliche Entwicklung wurde in den vergangenen Jahrzehnten intensiv erforscht. Aus diesen Erkenntnissen weiß man heute, ab wann die körperliche, geistige und seelische Entwicklung es Kindern erst ermöglicht, Risiken und Gefahren zu erkennen und einzuschätzen.

Überblick über die Entwicklung des Gefahrenbewusstseins

0-4 Jahre

Säuglinge und Kleinkinder besitzen noch kein Bewusstsein für Gefahren.

ab ca. 4 Jahre

Ein erstes Gefahrenbewusstsein setzt ein.

ca. 5-6 Jahre

Kinder können akute Gefahren erkennen. Das bedeutet aber nicht, dass sie sich davor auch schon schützen können (akutes Gefahrenbewusstsein). Beispiel: Das Kind merkt oben auf dem Baum, dass es auch hinunterfallen kann.

ab ca. 8 Jahre

Kinder lernen nun allmählich, Gefahren vorausschauend zu erkennen (vorausschauendes Gefahrenbewusstsein). Beispiel: Das Kind weiß, dass es vom Baum herabstürzen kann und überlegt sich vorher, ob es das Hinaufklettern wagen soll.

ab ca. 9-10 Jahre

Kinder beginnen ein vorbeugendes Gefahrenbewusstsein zu entwickeln. Durch bewusstes Handeln können sie Gefahrensituationen verhindern (vorbeugendes Gefahrenbewusstsein). Beispiel: Das Kind legt eine Unterlage unter den Baum, damit ein eventueller Sturz abgemildert wird.

ca. 14 Jahre

Meist wird erst mit diesem Alter ein vorausschauendes und vorbeugendes Gefahrenbewusstsein umgesetzt.

Link-Tipps

 
2988