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Das Sehen - wichtig für die gesamte Entwicklung
Gutes Sehen ist für die gesamte körperliche, geistige und soziale Entwicklung von Bedeutung:
- Wenn ein Kind zum Beispiel mit drei, vier Monaten bereits etwas weiter entfernte Dinge sehen kann, beginnt es danach zu greifen.
- Sobald es - ab etwa sieben Monaten - auch Gegenstände außerhalb seiner Reichweite erkennen kann, streckt es gezielt seine Hände danach aus.
- Schon wenig später wird es versuchen, auf irgendeine Art und Weise eigenständig zu einem interessanten Gegenstand zu gelangen.
Auch in der Erkundung gewinnt das Sehen zunehmend an Bedeutung. Mit etwa sieben bis neun Monaten werden die Dinge, die das Kind zuvor vor allem mit Mund und Händen untersucht hat, immer ausgiebiger auch mit den Augen erforscht. Schließlich werden die Augen zum vorrangigen "Werkzeug", wenn es Neues zu entdecken gilt - und dies über das Kindesalter hinaus: Rund 80 Prozent all unserer Informationen nehmen wir über die Augen auf.
In den ersten Lebensjahren reift die Sehfähigkeit entscheidend heran
Während das Neugeborene noch unscharf sieht und vor allem Hell-Dunkel-Kontraste unterscheiden kann, besitzt das einjährige Kind bereits 50 Prozent der Sehschärfe eines Erwachsenen. (Ausführliche Informationen zum ersten Lebensjahr finden Sie in den Basisinformationen "Das Sehvermögen des Säuglings" in der Rubrik "Vom Säugling zum Kleinkind: Das 1. Lebensjahr".)
Im Verlauf der Kindheit bildet sich die Sehfähigkeit weiter aus:
- Vor allem im zweiten und dritten Lebensjahr nimmt die Sehschärfe noch erheblich zu, allerdings weitaus langsamer als im ersten Lebensjahr.
- Die Entwicklung des räumlichen Sehens setzt ebenfalls bereits im ersten Lebensjahr ein und festigt sich mit zunehmender Koordination der Augen im Verlauf der nächsten Jahre.
- Mit etwa neun Jahren entspricht die Fähigkeit zum räumlichen Sehen der eines Erwachsenen. Hierdurch ist das Kind nun beispielsweise in der Lage zu sehen, ob zwei verschieden große Autos gleich weit entfernt sind.
Allerdings ist die Sehfähigkeit auch jetzt noch nicht vollends ausgereift. Das sogenannte Gesichtsfeld - der mit beiden Augen erfassbare Bereich – ist seitlich noch um etwa 30 Prozent eingeschränkt. Erst im Alter von zehn bis zwölf Jahren entspricht das Gesichtsfeld dem eines Erwachsenen.
Sehstörungen und Risiken frühzeitig erkennen
Das Sehvermögen ist während seiner Entwicklung sehr empfindlich und anfällig für Störungen. Die Basisinformationen "Sehstörungen und Risiken frühzeitig erkennen" informieren unter anderem darüber, worauf Eltern besonders achten sollten und wo sie Unterstützung finden, wenn ihr Kind blind oder stark sehbehindert ist.
Link-Tipps
- "Unsicheres Greifen kann auf Sehschwäche hinweisen"
- "Augenprobleme bei Kindern"
- "Schau mal! Wissenswertes zum Thema Kind und Sehen" (PDF)
- Augenstern e.V.
Der Artikel der Kinder- und Jugendärzte im Netz informiert über mögliche Anzeichen einer Sehschwäche, und worauf Eltern beim Kauf einer Kinderbrille achten sollten. (Recherchedatum: 19.11.2009)
Der Berufsverband der Augenärzte bietet auf dieser Seite Informationen rund um Augenprobleme bei Kindern an. Themen sind unter anderem Früherkennung von Sehstörungen bei Kindern, Schielen, Legasthenie und Sehvermögen, Kinderbrillen und Probleme mit dem Brilletragen. Teilweise als PDF zum Herunterladen. (Recherchedatum: 10.11.2009)
Das 16-seitige Faltblatt "Schau mal! Wissenswertes zum Thema Kind und Sehen" des Kuratoriums Gutes Sehen e.V. (KGS) informiert über die Entwicklung des kindlichen Sehvermögens. Es beschreibt typische Sehfehler und Augenkrankheiten, welche "Warnsignale" in den verschiedenen Altersstufen auf Sehprobleme hindeuten können und worauf bei Brillen für Säuglinge, Kinder und Jugendliche geachtet werden sollte. (Recherchedatum: 12.11.2009)
Der von Ärzten und Wissenschaftlern gegründete gemeinnützige Verein möchte durch verbesserte Aufklärung zur Vorbeugung und Früherkennung von Erkrankungen der Augen im Kindesalter beitragen. Das Internetangebot informiert unter anderem über Besonderheiten des Sehvermögens, Augenkrankheiten und Behandlungsmöglichkeiten. (Recherchedatum: 08.12.2009)

