Kopfläuse - was tun?

Die Laus auf Wanderschaft: Kopfläuse und ihre Übertragung

Eine Gruppe Kinder liegt auf einer Wiese. Die Kinder stecken die Köpfe zusammen. So können Kopfläuse übertragen werden.
Springen oder fliegen können Kopfläuse nicht, aber sie sind sehr flinke Krabbler. Da kann es leicht passieren, dass sie beim Köpfe-Zusammenstecken von einem Kopf zum nächsten wandern.
 

Kopfläuse übertragen sich von Kopf zu Kopf

Kopfläuse übertragen sich fast ausschließlich von Mensch zu Mensch, indem sie von einem Haarschopf auf den anderen wandern.


Wenn die Kopflaus nicht regelmäßig eine kleine Blutmahlzeit aus der Kopfhaut saugen kann, trocknet sie relativ schnell aus. Deshalb neigt sie von ihrer Natur her nicht dazu, ihren Lebensraum - den behaarten Kopf - zu verlassen, und krabbelt in aller Regel nur von Kopf zu Kopf. Das heißt aber auch: Damit Kopfläuse übertragen werden, müssen die Haare auch wirklich miteinander in Berührung kommen. Dabei ist der Kopflaus jeder Haarschopf als neues "Zuhause" recht: ob blond oder dunkelhaarig, glatt oder kraus, lang oder kurz - und am liebsten frisch gewaschen.

Kopfläuse nehmen nur äußerst selten einen Umweg über Gegenstände

Da die Kopflaus ohne ihre regelmäßige Blutmahlzeit nicht auskommen kann, würde sie niemals freiwillig auf Gegenstände wandern. Eine Übertragung von Kopfläusen über Gegenstände ist deshalb äußerst selten.

Wandert aber zum Beispiel die Mütze eines befallenen Kindes von Kinderkopf zu Kinderkopf, dann lässt es sich nicht hundertprozentig ausschließen, dass auch einmal eine Laus mit auf Wanderschaft geht. Gelegentlich - wenn auch selten - ist es also möglich, dass Kopfläuse über Gegenstände übertragen werden, die mit dem Haupthaar in Berührung kommen und innerhalb einer kurzen Zeitspanne gemeinsam benutzt werden (zum Beispiel Mützen, Fahrradhelme, Kämme und Bürsten usw.). Nach spätestens 55 Stunden ohne Nahrung sterben Kopfläuse aber ab - länger können sie also auf Gegenständen nicht überleben.

Haustiere übertragen übrigens keine Kopfläuse.

Literatur & Co.

Obelis, Innsbruck, Wien 2007.
 
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