Die Entwicklung des Sehvermögens
Kinder können von Geburt an sehen. Aber die Sehschärfe und das Zusammenspiel beider Augen müssen sich erst noch entwickeln.
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Gutes Sehen ist für die gesamte körperliche, geistige und soziale Entwicklung von Bedeutung:
Auch in der Erkundung gewinnt das Sehen zunehmend an Bedeutung. Mit etwa sieben bis neun Monaten werden die Dinge, die das Kind zuvor vor allem mit Mund und Händen untersucht hat, immer ausgiebiger auch mit den Augen erforscht. Schließlich werden die Augen zum vorrangigen "Werkzeug", wenn es Neues zu entdecken gilt - und dies über das Kindesalter hinaus: Rund 80 Prozent all unserer Informationen nehmen wir über die Augen auf.
Während das Neugeborene noch unscharf sieht und vor allem Hell-Dunkel-Kontraste unterscheiden kann, besitzt das einjährige Kind bereits 50 Prozent der Sehschärfe eines Erwachsenen. (Ausführliche Informationen zum ersten Lebensjahr finden Sie in den Basisinformationen "Das Sehvermögen des Säuglings" in der Rubrik "Vom Säugling zum Kleinkind: Das 1. Lebensjahr".)
Im Verlauf der Kindheit bildet sich die Sehfähigkeit weiter aus:
Allerdings ist die Sehfähigkeit auch jetzt noch nicht vollends ausgereift. Das sogenannte Gesichtsfeld - der mit beiden Augen erfassbare Bereich – ist seitlich noch um etwa 30 Prozent eingeschränkt. Erst im Alter von zehn bis zwölf Jahren entspricht das Gesichtsfeld dem eines Erwachsenen.
Das Sehvermögen ist während seiner Entwicklung sehr empfindlich und anfällig für Störungen. Die Basisinformationen "Sehstörungen und Risiken frühzeitig erkennen" informieren unter anderem darüber, worauf Eltern besonders achten sollten und wo sie Unterstützung finden, wenn ihr Kind blind oder stark sehbehindert ist.
Informationen zu Augenproblemen bei Kindern. Themen sind u.a. Früherkennung von Sehstörungen bei Kindern, Schielen, Legasthenie und Sehvermögen, Kinderbrillen.
augeninfo.de BVA| 13.02.2013Der Artikel informiert über mögliche Anzeichen einer Sehschwäche, und worauf Eltern beim Kauf einer Kinderbrille achten sollten.
kinderarzte-im-netz.de BVKJ| 23.04.2012Infos zum Sehvermögen, u.a. typische Sehfehler und Augenkrankheiten, "Warnsignale" für Sehprobleme und Hinweise zu Brillen für Säuglinge und Kinder. 16 Seiten.
sehen.de KGS| PDF 13.02.2013
Nein. Nur in den ersten Lebenswochen ist das gelegentliche Schielen (Babyschielen) kein Grund zur Beunruhigung. Wenn Ihr Kind aber im Alter von sechs Monaten (und danach) noch häufig schielt, sollte dies unbedingt in der kinderärztlichen oder augenärztlichen Praxis abgeklärt und behandelt werden. Je früher dies der Fall ist, umso größer ist die Chance, dass sich das Sehvermögen auf beiden Augen gut entwickelt.