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Leben mit einem behinderten oder chronisch kranken Kind
Basisinformationen
Verwandte Themen
Rat und Hilfe
Viele Eltern haben die Sorge, etwas zu versäumen. Sie wollen ihr Kind so gut wie möglich unterstützen. Orientierung und Hilfe bieten Frühförderstellen und Sozialpädiatrische Zentren, die es fast in jeder Gemeinde gibt. Hier arbeiten Ärztinnen und Ärzte der Kinder- und Jugendmedizin, Psychologinnen und Psychologen sowie Fachleute der Physiotherapie, Heilpädagogik, Beschäftigungstherapie (Ergotherapie) oder Sprach- und Stimmtherapie (Logopädie) zusammen.
Jedes Kind will sich entwickeln und lernen
Kinder mit einer Behinderung entwickeln dank der Unterstützung durch erfahrene Fachleute ihre Fähigkeiten und freuen sich an ihren Fortschritten. Denn sie wollen lernen und sich entwickeln – wie jedes Kind.
Wenn Sie ein behindertes Kind haben, werden sie vielleicht manchmal denken, dass Ihr Kind in seiner Entwicklung stehen bleibt. Doch auch Ihr Kind lernt! Die Lernschritte sind vielleicht kleiner, Ihr Kind wiederholt bestimmte Spiele oder Verhaltensweisen vielleicht häufiger als andere Kinder oder es braucht für das Erlernen einer Fähigkeit vielleicht viel länger. Aber Sie werden Gespür dafür entwickeln, auf welche Weise Ihr Kind lernt. Und Sie werden mit der Zeit besser als jeder andere wissen, dass Ihr Kind lernt.
Es ist für Eltern schön und befriedigend, ihr Kind in seinen Fähigkeiten zu unterstützen. Aber genauso wichtig ist ein entspanntes und harmonisches Verhältnis zu dem Kind. Zu viel Ehrgeiz kann die Beziehung belasten.
Vielmehr geht es darum, das betroffene Kind in seiner Entwicklung einfühlend zu begleiten und die eigenen Kräfte dabei gut einzuteilen. Es gibt keine perfekten Kinder. Und keine perfekten Eltern.
Eltern-Kind-Beziehung
Kinder mit einer körperlichen oder geistigen Behinderung haben die gleichen Bedürfnisse wie andere Kinder auch. Sie möchten sich angenommen fühlen und Zuwendung erfahren, sie möchten sich mitteilen und verstanden werden. Sie möchten dazugehören.
In der wechselseitigen Beziehung zwischen Eltern und Kind entwickeln auch Kinder mit einer Behinderung in der Regel eine enge Beziehung und Bindung zu ihren nahen Bezugspersonen. Bei manchen Behinderungen, wie zum Beispiel Autismus, zeigt ein Kind jedoch kaum oder gar kein Bindungsverhalten. Für Eltern kann dies sehr belastend sein und ihnen den Zugang und die Beziehung zu ihrem Kind erschweren. Sollten Sie es schwer haben, eine Bindung zu Ihrem Kind zu entwickeln, sprechen Sie mit Ihrem Kinderarzt oder Ihrer Kinderärztin oder anderen Fachkräften Ihres Vertrauens darüber.
Link-Tipps
- Datenbank Frühförderung
- "Die Situation von Familien mit behinderten Kindern aus Elternperspektive"
- Einfach teilhaben
- Familienratgeber
- Publikationen zu "Familiäres Leben mit einem behinderten Kind" & "Kooperation von Eltern behinderter Kinder und Fachleuten"
- Sozialpädiatrische Zentren (SPZ)
- Vereinigung für interdisziplinäre Frühförderung (VIFF)
Die umfangreiche Adressdatenbank "Frühförderung" des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales bietet hier die Möglichkeit, unter Angabe von Postleitzahl und Ort eine passende wohnortnahe Frühfördereinrichtung zu finden. (Recherchedatum: 20.11.2009)
Christiane Müller-Zurek geht mit ihrem Text im Familienhandbuch des Staatsinstituts für Frühpädagogik (IFP) dem Wunsch von Familien nach Normalität nach und zeigt Notwendigkeiten der Familienentlastung auf. (Recherchedatum: 09.08.2011)
Das Informationsportal des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales für Menschen mit Behinderung und deren Angehörige, Verwaltungen und Unternehmen schafft in verständlicher Alltagssprache einen ersten Einstieg in das Recht behinderter Kinder auf gesellschaftliche Teilhabe. Es infomiert unter anderem über Umsetzungsansätze in der Kinderbetreuung, Schule, Beruf und Freizeit und bietet umfangreiche Servicefunktionen. (Recherchedatum: 20.11.2009)
Die Deutsche Behindertenhilfe - Aktion Mensch e.V. bietet Eltern mit einem behinderten oder von Behinderung bedrohtem Kind allgemein nützliche Informationen und hilfreiche Hinweise, zum Beispiel zu staatlichen Hilfen oder zu Möglichkeiten und Einrichtungen der Frühförderung. Mit differenzierter Suchfunktion nach geeigneten Einrichtungen vor Ort. (Recherchedatum: 26.11.2009)
Sammlung von Fachartikeln, studentischen Arbeiten, Literaturlisten und Rezensionen von Veröffentlichungen zur Lebenssituation von Müttern, Vätern und Geschwistern behinderter Kinder. Das Angebot wird vom Lehrstuhl für Allgemeine Heilpädagogik der Universität zu Köln gepflegt. (Recherchedatum: 26.11.2009)
Die Deutsche Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin (DGSPJ) informiert auf ihrer Internetseite über Sozialpädiatrische Zentren und bietet unter anderem eine bundesweite Suche nach Sozialpädiatrischen Zentren sowie nach Reha-Einrichtungen für Kinder und Einrichtungen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, z.B. Gesundheitsämter. Im Bereich Qualitätssicherung können offiziell verabschiedete Qualitätspapiere zur Behandlung einzelner Störungen und Erkrankungen sowie zu Qualitätssicherung in der Sozialpädiatrie als PDF heruntergeladen werden. (Recherchedatum: 16.09.2010)
Interdisziplinäre Frühförderung begleitet und unterstützt im Zusammenwirken aller Beteiligten (Eltern, Fachkräfte) und des Umfeldes. Unter dem Dach der Vereinigung für interdisziplinäre Frühförderung (VIFF) haben sich dazu Fachkräfte zusammengefunden und informieren über aktuelle Entwicklungen. (Recherchedatum: 26.11.2009)

