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Kopfläuse - was tun?
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Kopfläuse frühzeitig entdecken
Sobald Sie erfahren, dass jemand in Ihrem näheren Umfeld, in der Schule oder in der Kindertagesstätte Ihres Kindes Kopfläuse hat, sollten Sie unbedingt nachschauen, ob sich die kleinen Blutsauger auch auf dem Kopf Ihres Kindes niedergelassen haben.
Oft (aber nicht immer!) machen sich Kopfläuse durch auffälligen Juckreiz auf dem Kopf bemerkbar. Dieser entsteht dadurch, dass die Laus bei jeder Blutmahlzeit eine kleine Menge Speichel in die Kopfhaut spritzt.
Durch das oft unwillkürliche Kratzen entstehen manchmal auch kleine Hautwunden, die sich entzünden und bakterielle Hautinfektionen verursachen können. Wenn Sie bei der Untersuchung des Kopfes entzündete Hautstellen bemerken, wenden Sie sich bitte direkt an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.
Mit Hilfe von Pflegespülung und Nissenkamm den Kopfläusen auf der Spur
Um festzustellen, ob Ihr Kind Kopfläuse hat, empfiehlt sich das folgende Vorgehen:
- Feuchten Sie das Haar an und tragen Sie eine handelsübliche Haarpflegespülung auf. Die Pflegespülung empfiehlt sich, weil sie das Durchkämmen erleichtert und außerdem die Läuse am Weglaufen hindert.
- Kämmen Sie das Haar mit einem sogenannten Läuse- oder Nissenkamm (aus der Apotheke) systematisch Strähne für Strähne aus. Dabei sollte der Kamm fest von der Kopfhaut bis zu den Haarspitzen durchgezogen werden. Streifen Sie den Kamm nach jeder Strähne auf einem hellen Tuch oder Küchenpapier aus, um zu prüfen, ob er Läuse, Larven oder Nissen erfasst hat.
Wenn Sie Läuse finden...
Die sechsbeinigen Kopfläuse sind höchstens drei Millimeter groß und normal von grauer Farbe; wenn sie gerade Blut gesaugt haben, bekommen sie einen rötlichen Farbton (siehe Abbildung). Sie sind mit bloßem Auge gut zu erkennen.
Wenn Sie beim nassen Auskämmen der Haare mit Pflegespülung lebende Kopfläuse finden, liegt eindeutig ein Kopflausbefall vor, von dem die Gefahr der Übertragung ausgeht. Es sollte nun unbedingt sofort eine Behandlung begonnen werden.
Wenn Sie Larven finden...
Da Larven etwas kleiner sind als ausgewachsene Kopfläuse (siehe Abbildung), kann bei der Untersuchung des Kopfes eine Lupe hilfreich sein, um sie zu entdecken.
Larven sind ein Vorstadium zur ausgewachsenen Laus. Es sind sozusagen "junge Läuse". Sie sind noch nicht geschlechtsreif und können den Kopf ihres Wirtes noch nicht verlassen.
Finden Sie bei der Inspektion des Kopfes durch nasses Auskämmen Larven, liegt ein aktueller Kopflausbefall vor, der so schnell wie möglich behandelt werden sollte.
Wenn Sie bereits eine Behandlung mit Läusemittel begonnen haben und in den Tagen danach beim Auskämmen Larven, aber keine Läuse finden, so besteht zunächst keine Übertragungsgefahr für andere. Wichtig ist dann, entsprechend den Hinweisen des Herstellers zum richtigen Zeitpunkt die zweite Behandlung mit dem Läusemittel durchzuführen.
Wenn Sie Nissen finden...
Wenn nur wenige Läuse auf dem Kopf sind, kann es sein, dass sie bei der beschriebenen Kontrolluntersuchung nicht entdeckt werden. Deshalb sollte das Haar zusätzlich auf sogenannte Nissen untersucht werden. Als Nissen werden - mit und ohne Ei - die Eihüllen aus Chitin bezeichnet.
Nissen, die noch entwicklungsfähige Läuseeier enthalten und somit eindeutig einen aktuellen Kopflausbefall anzeigen, sind gelblich bis bräunlich, vielleicht auch leicht gräulich gefärbt. Sie haften nahe der Kopfhaut am Haar, da hier die beste Temperatur für die Entwicklung der Eier herrscht. Im Gegensatz zu Haarschuppen lassen sie sich nicht abschütteln. Besonders gut sind die Läuseeier in der Schläfen- und Nackengegend und hinter den Ohren zu entdecken.
Auch hier gilt: Wenn Sie an den Tagen nach einer erfolgten Behandlung mit Läusemittel noch Nissen mit entwicklungsfähigen Eiern, aber keine Läuse finden, besteht keine Übertragungsgefahr. Voraussetzung ist allerdings, dass entsprechend den Herstellerhinweisen zum richtigen Zeitpunkt die zweite Behandlung mit Läusemittel durchgeführt wird.
Nissen, die keine entwicklungsfähigen Eier mehr enthalten, - also leere Eihüllen - schimmern weißlich. Da sie auch nach dem Schlüpfen der Larven am Haar kleben bleiben, entfernen sie sich durch das Wachstum der Haare langsam von der Kopfhaut. Da Nissen mit entwicklungsfähigen Eiern und leere Nissen manchmal schwer zu unterscheiden sind, gilt als Grundregel: Nissen, die weiter als 1 Zentimeter von der Kopfhaut entfernt gefunden werden, sind in der Regel leer und deuten auf keinen aktuellen, sondern einen früheren Kopflausbefall hin. Von ihnen geht keine Ansteckungsgefahr mehr aus.
Das erklärt sich folgendermaßen: Kopfläuse legen ihre Eier 1 bis 2 Millimeter von der Kopfhaut entfernt ab, die Larven schlüpfen nach 6 bis 10 Tagen und das Haar wächst etwa 10 Millimeter im Monat. Wenn sich also eine Nisse bereits mehr als 10 Millimeter, also 1 Zentimeter, von der Kopfhaut entfernt hat, ist die Larve längst geschlüpft und die Nisse ist leer.
Fotonachweis: Fotos mit freundlicher Genehmigung der Deutschen Pediculosis Gesellschaft e.V., Hannover; www.pediculosis-gesellschaft.de
Link-Tipps
- Kopflausbefall - Die Diagnose
Auf dieser Seite der Deutschen Pediculosis Gesellschaft e.V. wird nochmals ausführlich und reichlich bebildert beschrieben, wie Sie einen Kopflausbefall feststellen können. Recherchedatum (25.11.2009)





