Wenn das Schlafen Probleme bereitet
Wenn das Baby abends nicht zur Ruhe kommt, nachts mehrmals aufwacht und nur mit Hilfe der Eltern wieder einschläft, kann dies schnell die ganze Familie belasten.
Um die Darstellung der Website zu vergrößern, drücken Sie bitte die Tasten STRG und +
Wenn Sie die Darstellung verkleinern möchten, drücken Sie bitte die Tasten STRG und -
Um die Darstellung wieder auf die Standardgröße zurück zusetzen, drücken Sie bitte die Tasten STRG und 0

Da Kinder ihren Schlaf-Wach-Rhythmus in den ersten Lebenswochen und -monaten erst noch entwickeln müssen, spricht man erst ab dem zweiten Lebenshalbjahr bei bestimmten Schlafproblemen von Schlafstörungen. Ungeachtet dessen sollten Sie natürlich auch während der ersten Lebensmonate jederzeit ärztlichen Rat suchen und sich um Hilfe bemühen, wenn Sie sich Sorgen über das Schlafverhalten Ihres Kindes machen oder die Belastung für Sie als Eltern zu groß wird.
Von Einschlafstörungen spricht man, wenn ein Kind nach den ersten sechs Lebensmonaten
Von Durchschlafstörungen spricht man, wenn ein Kind in diesem Alter regelmäßig
Um aber überhaupt von Schlafstörungen zu sprechen, kommt es in erster Linie darauf an, wie Sie als Eltern das Schlafverhalten Ihres Kindes empfinden: Wenn die Ein- und Durchschlafprobleme Ihres Kindes Sie belasten und der Familienalltag dadurch beeinträchtigt wird, ist dies - ebenso wie der dringende Wunsch, etwas an der Situation zu ändern, das wichtigste Kriterium. Die Ursachen für solche Schlafstörungen im Säuglings- und Kleinkindalter können vielfältig sein. Manchmal sind die Probleme körperlichen Ursprungs. Manchmal liegen seelische Belastungen vor. Manchmal spielen auch Umweltfaktoren (Lärm, Licht, Rauch) eine Rolle. Auch bestimmte Behinderungen können mit Schlafproblemen einhergehen. All diese Ursachen sind aber relativ selten. In den meisten Fällen sind Schlafprobleme die Folge ungünstiger Schlafgewohnheiten mit aufwändigen Einschlafhilfen.
Säuglinge, die sich mit dem Ein- und Durchschlafen eher schwer tun, zeigen oft auch in anderen Bereichen Probleme. Vor allem in den ersten Lebensmonaten gehen Schlafprobleme häufig mit übermäßigem Schreien einher, in manchen Fällen treten auch Schwierigkeiten beim Füttern auf. Hierbei kann es sich um sogenannte "Regulationsstörungen" handeln. Dahinter verbergen sich besondere Schwierigkeiten des Säuglings, sein Verhalten altersentsprechend angemessen zu regulieren, sich zum Beispiel aus einem Erregungszustand mit Hilfe seiner Eltern wieder einzupendeln. Solche Schwierigkeiten sollten zusammen betrachtet und gegebenenfalls zusammen behandelt werden sollten. Auch hierfür gibt es eine Reihe möglicher Ursachen. Häufig ist das Miteinander zwischen Eltern und Kind erschwert. Das kann zum Beispiel daran liegen, dass ein Kind von seinem Temperament her zur Unruhe neigt und sich nur schwer beruhigen lässt, so dass die elterlichen Beruhigungsversuche oft erfolglos bleiben. Diese Kinder sind für Eltern sehr anstrengend und verlangen ihnen ein besonders großes Einfühlungsvermögen ab.
Manche Eltern tun sich auch schwer damit, die Signale ihres Kindes wahrzunehmen, richtig zu deuten und angemessen damit umzugehen. Aus solchen "Missverständnissen" kann allzu leicht ein Teufelskreis entstehen. Je eher in solchen Fällen fachliche Hilfe beansprucht wird, umso besser lässt sich vermeiden, dass das Miteinander von Eltern und Kind dauerhaft erschwert wird.
Bei ernsthaften Schlafproblemen sollten Sie immer von Ihrem Kinderarzt oder Ihrer Kinderärztin abklären lassen, ob keine chronischen oder akuten Krankheiten dahinterstecken. Sie sind aber auch immer dann die richtigen Ansprechpartner, wenn die Probleme mit dem Ein- und Durchschlafen eine Belastung für Sie und das Kind darstellen oder der Familienalltag hierdurch beeinträchtigt wird. Sie können Ihnen bei Bedarf geeignete Beratungsstellen und Therapieeinrichtungen nennen. So bieten zu vielen Fragen und Problemen zum Beispiel auch Sozialpädiatrische Zentren und andere Einrichtungen der Frühförderung, Schreiambulanzen, Mütter- oder Familienzentren und Familienberatungsstellen Informationen und Unterstützung an. Mit fachlicher Unterstützung können Eltern oft mit nur einigen wenigen (Verhaltens-)Änderungen den Umgang und das Miteinander mit dem Kind erleichtern und die Probleme in den Griff kriegen. Wichtige Aspekte im Hinblick auf Schlafprobleme sind hierbei:
Die wichtigsten Informationen zum Thema Baby- und Kinderschlaf, u.a. mit praktischen Tipps und einer Übersicht über die häufigsten Schlafstörungen. 6 Seiten.
dgkj.de DGKJ| PDF 13.02.2013Informationen zum Babyschlaf und zur Vorbeugung des plötzlichen Säuglingslingstodes. nach der gleichnamigen Broschüre. Mit fachlich betreutem Forum.
schlafumgebung.de GEPS-NRW e.V.| 23.05.2013Nach Postleitzahlen sortiertes, umfangreiches Adressverzeichnis von Beratungs- und Kontaktstellen bei Schrei-, Schlaf-, Still- und Fütterproblemen.
trostreich.de Trostreich| 28.03.2012
Dieser sogenannte Reflux, der sich insbesondere in den ersten Lebensmonaten meist durch vermehrtes Spucken oder Erbrechen zeigt, beeinträchtigt in den meisten Fällen das Kind nicht. Wenn Ihr Kind allerdings zu vermehrtem Spucken neigt und nachts häufig aufwacht und schreit, kann tatsächlich der Rückfluss von saurem Mageninhalt die Ursache sein. Wenn Sie Ihr Kind stillen, sollten Sie versuchen, das Kopfende des Bettes um etwa 30 Prozent hochzustellen, sodass der Oberkörper etwas höher gelagert ist. Allerdings sollte sichergestellt sein, dass das Kind nicht im Bett herunterrutschen kann. Wenn das Kind mit der Flasche ernährt wird, kann es eventuell sinnvoll sein, Ihrem Kind am Abend spezielle Nahrung mit einem Eindickungsmittel zu geben. Dies sollte jedoch nur in Rücksprache mit Ihrem Kinderarzt / Ihrer Kinderärztin geschehen. Mit dem Eindicken will man versuchen, den Rückfluss aus dem Magen zu vermindern. Gleichzeitig sollten Sie aber auch darauf achten, dass das Kind während des Tages nicht zu viel Nahrung zugeführt bekommt, vor allem nicht noch zusätzlichen Tee. Ansonsten brauchen Sie Geduld, meist verbessert sich das Problem, wenn die Kinder sich aktiv mehr bewegen können.
Die optimale Schlafumgebung für Ihr Baby
Jorch, Hildegard / Schleimer, Bernd