Anregungen und Ruhepausen - die richtige Mischung

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Vom ersten Tag an ist Ihr Baby neugierig auf die Welt. Sie als Eltern können ihm helfen, die Welt zu entdecken, indem Sie ihm ausreichende Anregungen bieten.

Mutter liegt mit Kind im Arm auf Teppich © Corbis Images
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Babys brauchen Anregungen für ihre Entwicklung

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Babys viel aufnahmefähiger und intelligenter sind, als lange Zeit angenommen wurde. Mit allen Sinnen erfahren sie ihre Umwelt und setzen sich mit ihr auseinander. Farben, Formen, Flächen, Bewegungen, Berührungen, Schwingungen und Geräusche nehmen sie sehr genau wahr und können sie voneinander unterscheiden. Um sich optimal entwickeln zu können, braucht das kleine Gehirn des Babys solche Anreize. Deshalb ist es so wichtig, dass Sie Ihrem Kind "Futter" für seine geistige Entwicklung geben, indem Sie sich mit ihm beschäftigen, mit ihm spielen und ihm eine anregende Umgebung bieten.

Auch Babys können sich langweilen

Bereits im Alter von sechs Wochen können sich Kinder langweilen, besonders, wenn man sie längere Zeit allein in ihrem Bettchen liegen lässt. Sie fangen an zu quengeln und zu weinen und beruhigen sich erst wieder, wenn sie hoch genommen werden. Eltern meinen dann oft: "Das Kind hat Hunger" - obwohl es eigentlich nur beschäftigt werden will. Daraus entsteht dann manchmal ein neues Problem: Das Kind wird überfüttert oder es protestiert dagegen, indem es erbricht oder Krämpfe bekommt.

Deshalb: Wenn Ihr Kind außerhalb der Mahlzeiten schreit - spielen Sie erst einmal mit ihm, ehe Sie ihm wieder die Brust oder die Flasche geben.

Dabei sein ist alles!

Wenn Babys überall dabei sein dürfen, können sie viel Neues entdecken und ihnen wird garantiert nicht langweilig.

Sie hören die Geräusche des Wasserhahns oder die Gespräche der anderen Familienmitglieder. Sie sehen verschiedene Farben und Formen und können mit ihren Augen Bewegungen verfolgen. Sie spüren unterschiedliche Unterlagen und Materialien.

Deshalb: Beziehen Sie Ihr Baby möglichst überall mit ein!

  • Legen Sie es zum Beispiel auf eine Krabbeldecke oder - für kurze Zeit - in ein Laufgitter in den Raum, wo Sie sich aufhalten. So kann es die Familie immer gut sehen.
  • Lassen Sie es beim Aufräumen oder Einkaufen dabei sein, und zwar so, dass es von dem, was geschieht, auch etwas sehen kann.

Achten Sie dabei aber immer auf die Sicherheit Ihres Kindes. Wenn Sie zum Beispiel gerade kochen, sollte es besser nicht mit in der Küche sein. Bei aller Vorsicht kann immer wieder etwas spritzen oder umfallen. Legen Sie Ihr Baby lieber für kurze Zeit in sicherem Abstand in ein Laufgitter, von wo aus es Sie ihm Blick hat und es sich gleichzeitig auch mit sich selbst oder mit seinem Spielzeug beschäftigen kann.

Auch Ruhepausen müssen sein

Auch wenn Babys längst nicht so viel Ruhe brauchen, wie man das früher angenommen hat, sind regelmäßige und ausreichende Ruhepausen wichtig. Besonders sehr junge Babys können sich nur wenige Minuten auf eine Sache konzentrieren und brauchen dann wieder eine Pause.

Ihr Baby zeigt Ihnen, wenn es Ruhe braucht. Wenn ihm etwas zu viel wird, wendet es seinen Blick ab, gähnt, schläft einfach ein oder fängt an, unruhig zu sein oder gar zu schreien. Ist Ihr Baby dann sehr aufgeregt und kann sich nicht selbst beruhigen, gibt es bewährte Hilfen: Vielleicht reagiert es darauf, wenn Sie es zärtlich berühren, Ihre Hand auf seinen Körper legen oder ruhig mit ihm sprechen. Hilft das nicht, kann das Aufnehmen und Herumtragen beruhigen.