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Durch Impfen vermeidbare Infektionskrankheiten
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Wie häufig kommt Keuchhusten vor?
In Deutschland starben Anfang des 20. Jahrhunderts noch jedes Jahr mehr als 20.000 Kinder an einer Infektion mit Keuchhusten. Nach Einführung der Impfung sind die hohen Erkrankungszahlen stark zurückgegangen, trotzdem treten immer wieder Erkrankungswellen auf.
Zu Beginn dieses Jahrhunderts zeichnet sich ab, dass zunehmend auch Erwachsene betroffen sind, so dass die Ständige Impfkommission (STIKO) eine Auffrischungsimpfung im Alter von neun bis 17 Jahren empfiehlt und eine einmalige Auffrischung im Erwachsenenalter.
Wie wird Keuchhusten übertragen und wie verläuft die Erkrankung?
Keuchhusten wird durch Tröpfcheninfektion, zum Beispiel Husten und Niesen, übertragen. Die Bakterien werden sehr leicht weitergegeben und die Wahrscheinlichkeit, dass ein Erkrankter alle anderen ungeschützten Familienmitglieder ansteckt, liegt bei fast 100 Prozent.
Die Krankheit beginnt mit ca. zwei Wochen andauernden grippeähnlichen Symptomen, an die sich vier bis sechs Wochen dauernde quälende Hustenanfälle anschließen. Diese vor allem nachts anfallsweise auftretenden Hustenanfälle können bis zum Erbrechen führen. Die Symptome klingen nur langsam wieder ab und erst nach weiteren sechs bis zehn Wochen sind die meisten Erkrankten wieder gesund.
Kann Keuchhusten behandelt werden und welche Folgeschäden können auftreten?
Eine rechtzeitige Behandlung (mit Antibiotika) kann die beschriebenen Krankheitszeichen vermindern und die Ansteckungsfähigkeit verkürzen.
Komplikationen treten vor allem bei Säuglingen auf. Bei ungefähr 15 bis 20 Prozent der im Krankenhaus behandelten Patientinnen und Patienten - überwiegend junge, ungeimpfte Säuglinge - kommt es zu einer Lungenentzündung oder Mittelohrentzündung. Etwa ein Prozent aller erkrankten Kinder unter sechs Monaten stirbt an der Erkrankung.
Leisten- und Rippenbrüche, die durch die starken Hustenanfälle hervorgerufen werden, sind weitere mögliche Komplikationen. Manchmal hinterlässt die Erkrankung auch bleibende Schäden an der Lunge oder den Bronchien.
Wie kann ich mein Kind schützen?
Sie können Ihr Kind durch eine Impfung wirksam vor Keuchhusten schützen. Damit Ihr Kind möglichst frühzeitig vollständig geschützt ist, sollte die Impfung nicht später als angegeben erfolgen.
Die Impfung besteht aus vier Teilimpfungen. Die erste Impfung wird zum Ende des zweiten Lebensmonats gegeben, die letzte Teilimpfung gegen Ende des ersten Lebensjahres.
Eine erste Auffrischungsimpfung sollte im Alter von fünf bis sechs Jahren, eine weitere im Alter von neun bis 17 Jahren erfolgen. Für das Erwachsenenalter empfiehlt die STIKO eine Auffrischungsimpfung gegen Keuchhusten einmalig in Kombination mit der nächsten fälligen Auffrischungsimpfung gegen Tetanus.
Die STIKO empfiehlt auch allen Frauen mit Kinderwunsch sowie engen Kontaktpersonen zu Säuglingen eine Impfung, um eine Gefährdung des Neugeborenen zu verhindern.

