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Signale aus der Nacht: Schlafprobleme im Kindes- und Jugendalter
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Damit ernsthafte Schlafprobleme erst gar nicht aufkommen...
Auch für kindliche Schlafprobleme gilt: Vorbeugen ist besser als heilen. Natürlich gibt es Schlafstörungen, bei denen das schwer möglich ist - besonders dann, wenn organische Ursachen vorliegen. Doch weitaus häufiger liegen die Ursachen für Probleme in alltäglichen Gewohnheiten und Verhaltensweisen, in fehlenden Routinen und Strukturen oder auch darin, dass es zu laut, zu hell oder zu warm ist. Manchmal braucht ein Kind auch ganz einfach weniger Schlaf, als seine Eltern annehmen. Die wichtigsten Empfehlungen und Tipps für einen gesunden und erholsamen Schlaf Ihres Kindes finden Sie hier zusammengefasst.
Das Baby darin unterstützen, einen stabilen Schlaf-Wach-Rhythmus zu finden
Wichtige Hilfen sind hier ein fester Stillrhythmus und ein möglichst regelmäßiger Tagesablauf. Das hilft dem Baby auch, schon bald einen Unterschied zwischen Tag und Nacht zu spüren.
Mit klaren Strukturen Orientierung bieten
Dazu zählen im Säuglingsalter vor allem Tagesroutinen mit geregelten Zeiten für Essen, Spielen, Spazierengehen, Pflege und Schlafen, später aber auch klare Grenzen, wenn es um das Zubettgehen geht.
Das Kind tagsüber in seiner Eigenaktivität unterstützen
Ein Kind, das tagsüber in seiner Eigenständigkeit unterstützt wird, lernt meist leichter, auch abends selbständig einzuschlafen - eine gute Voraussetzung auch für das Durchschlafen.
Auf ausreichend Bewegung achten
Bewegung tut nicht nur der gesamten Entwicklung des Kindes gut, sie kann auch wohltuend müde machen. Vor allem wenn das Kind bereits in der Schule ist und sich immer länger im Stillsitzen üben muss, sollte es in der Freizeit ausreichend Gelegenheit haben, sich möglichst an der frischen Luft "auszutoben".
Mit Routinen und Ritualen auf das Schlafen einstimmen
Dazu zählt vor allem, das Kind durch möglichst gleiche abendliche Abläufe zum Schlafenlegen oder Zubettgehen "hinzuführen". Ein anschließendes, dem Alter des Kindes entsprechendes Einschlafritual hilft auch noch dem Grundschulkind, zur Ruhe zu kommen und mit einem Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit entspannt einzuschlafen.
Aufwändige Einschlafhilfen vermeiden
Aufwändige Einschlafhilfen, die Sie nicht auf Dauer durchhalten können oder wollen (zum Beispiel Herumtragen, Herumfahren bis das Kind eingeschlafen ist), sollten Sie von vornherein möglichst vermeiden.
Dem Kind nur so viel Schlaf "zumuten", wie es tatsächlich braucht
Besonders bei "Wenigschläfern" wird der Schlafbedarf oft überschätzt. Mithilfe eines Schlafprotokolls können Sie ermitteln, wie viel Schlaf Ihr Kind tatsächlich braucht. Die Bettzeiten sollten dann daran ausgerichtet werden.
Äußere Störfaktoren vermeiden
Zu nennen sind hier vor allem Lärm, Licht, überheizte Schlafräume und Zigarettenrauch, aber auch schwere oder späte Abendmahlzeiten und anregende Getränke sowie natürlich abendlicher Fernseh- und Videospielkonsum.
Sich andeutende Probleme möglichst frühzeitig mit sanfter Konsequenz korrigieren.
Besonders, wenn sich ungünstige oder ungewollte Einschlafhilfen "eingeschlichen" haben, ist es wichtig, sie nicht zur festen Gewohnheit werden zu lassen. Kinderärzte und Beratungsstellen können weiterhelfen, wenn Sie nicht wissen, wie Sie die "Kurskorrektur" am besten anpacken sollen.
Lexikon
Link-Tipps
- Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM)
Die Seite der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin DGSM bietet in der Rubrik "Ratgeber" einen umfassenden Patientenratgeber. Neben grundlegenden Informationen rund um die Themen Schlaf und Schlafstörungen finden Sie hier auch spezielle Informationen und Empfehlungen zum Schlaf und den häufigsten Schlafproblemen von Kindern und Jugendlichen. Unter "Schlaflabore" findet man die Liste aller akkreditierten Schlaflabore in Deutschland. (Recherchedatum: 20.11.2009)

